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Finanzmärkte setzen Spanien unter Druck – Geldhahn zugedreht

Finanzmärkte setzen Spanien unter Druck – Geldhahn zugedreht

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/gpaumier/512092928/sizes/m/##Guillaume Paumier
Spanien gerät zusehends unter Druck. Die internationalen Finanzmärkte reagieren auf die Unsicherheit, die von Spanien ausgeht. Spekulationen über ein eventuelles Rettungspaket, das von der Europäischen Union (EU) für Spanien geschnürt werden soll, machen die Märkte nervös.

Folge ist, dass viele spanische Unternehmen im Ausland kein Geld mehr leihen können. Spanien selbst will in der laufenden Woche neue Anleihen emittieren. Der Wert soll bei 9,5 Milliarden Euro liegen.

Dann wird sich zeigen, ob die Anleger noch Spanien vertrauen oder ob sich die Situation wie in Griechenland vor ein paar Wochen zuspitzt. Politiker Spaniens wollen die Märkte beschwichtigen, indem sie etwaige Rettungspakete dementieren. Auch von der EU ist zu vernehmen, dass es keine geplanten Rettungsaktionen gebe. Einem Bericht der „Welt“ zufolge sollen einige EU-Politiker gesagt haben, dass solche Spekulationen aktuell nur in Medienberichten aus Deutschland zu finden sind.

Fakt ist jedoch, am Montag wurde bekannt, dass sich sieben Sparkassen in Spanien zu der zweitgrößten Sparkasse unter dem Namen Caja Madrid zusammenschließen werden. Davon zu sprechen, dass es in Spanien keine Probleme mit dem Finanzmarkt, insbesondere mit den Sparkassen gibt, wäre angesichts dieser Situation nicht richtig.

Bereits in der letzten Woche kam heraus, dass viele Banken in Europa den kleinen spanischen Kreditinstituten schon kein Kapital mehr zu Verfügung stellen. Der Chef der spanischen Großbank BBVA, Francisco Gónzales sagte, dass viele spanische Unternehmen und Geldhäuser an den internationalen Finanzmärkten kein Geld mehr bekommen.