close
Finanzhilfen: Muss Deutschland auch noch für Irland-Rettung zahlen?

Finanzhilfen: Muss Deutschland auch noch für Irland-Rettung zahlen?

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/kathryn_rotondo/543080962/sizes/m/in/photostream/##kathryn_rotondo
Die irische Regierung weist Medienberichte scharf zurück, nach denen sie mit der EU Verhandlungen über Finanzhilfen führe. Ein Regierungssprecher hat wissen lassen, dass es keine solch gearteten Gespräche geben würde und auch keine Anträge auf Finanzhilfen gestellt seien.

Auch von Seiten der EU ist zu vernehmen, dass man keine Gespräche mit Irland führe, die in diese Richtung gingen.

Die Bundesregierung hat sich auch in die Diskussion eingeschaltet und weist Spekulationen zurück, dass Irland nach den helfenden Mitteln des Euro-Rettungsschirms greifen würde. Irland wolle einzig über den eingeschlagenen Sparkurs sein Haushaltsdefizit wieder in den Griff bekommen.

Der Kapitalmarkt spricht allerdings eine andere Sprache. Am Freitag waren Staatsanleihen aus Irland auf neun Prozent Zinsen angestiegen. Derzeit liegt die Neuverschuldung des Inselstaats bei satten 32 Prozent, von Entspannung kann hier nicht die Rede sein. Die Konvergenzkriterien des Maastricht-Vertrags sehen maximal drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) vor. Eine finanzielle Rettungsaktion Irland könnte auch Deutschland teuer zu stehen kommen, alleine schon weil die Bundesrepublik der größte Nettozahler der EU ist.