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Fed Präsident Ben Bernanke hat eine straffere Geldpolitik angekündigt

Fed Präsident Ben Bernanke hat eine straffere Geldpolitik angekündigt

Ein Ende der Politik des billigen Geldes kündigt Ben Bernanke, Präsident der US-Notenbank Federal Reserve an. Man wolle nach und nach von dieser Politik abrücken. Eine Möglichkeit wäre, so Bernanke, Zinsen auf Einlagen von den Banken zu erheben. Der Leitzins wird dementsprechend vorerst wohl nicht erhöht.

Eine lockere Geldpolitik würde die Wirtschaft immer noch gut unterstützen. So, ein Auszug aus dem ursprünglichen Statement, das für Bernankes Auftritt, der vor dem Repräsentantenhaus der USA stattfinden sollte, geschrieben wurde. Da es gestern in Washington ein Schneechaos gab wurde die Veranstaltung kurzerhand verschoben, so dass die Fed das Statement vorerst schriftlich veröffentlichte. Die stabile Inflationserwartung sowie die niedrige Auslastung der Kapazitäten der Industrie sprechen für ein niedriges Niveau der Zinsen, erklärte Bernanke. Außerdem ist er der Meinung, dass die Fed die Stimulation der Konjunktur durch eine Liquiditätsabschöpfung mit anschließendem Erhöhen der Zinsen beenden könnte.

Wegen der Finanzkrise hatte die Fed den Leitzins fast auf Null gesetzt und pumpte über eine Billion Dollar in das Finanzsystem. Damit wurde der Kollaps des Wirtschaftssystems verhindert. Bernanke sagte, dass die Zinsen noch für einen längeren Zeitraum niedrig bleiben würden und die straffere Geldpolitik zwar nicht unmittelbar bevorstünde. Allerdings ist zu erwarten, dass die Fed die niedrigen Leitzinsen nicht jahrelang auf diesem Niveau belässt.
(Quelle: Reuters)