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FDP in der Krise: Liberale aller Couleur wollen Westerwelle abschaffen

FDP in der Krise: Liberale aller Couleur wollen Westerwelle abschaffen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/46289172@N04/4384741509/sizes/m/in/photostream/##Michael David Pedersen
Es knirscht schon lange in der FDP, das wird nicht besser sondern immer unüberhörbarer. Mittlerweile sind es nicht nur Einzelpersonen der Liberalen, jetzt melden sich sogar Spitzenliberale zu Wort.

Allen ist eines gemeinsam: Westerwelle soll weg. Mehrere Möglichkeiten wurden bereits durchgespielt bei einem Treffen in Berlin. Am „Schaumburger Kreis“ nahmen 17 FDPler teil, auch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle.

Einiges wurde dort beraten, was Gudio Westerwelle, dem Noch-Partei-Chef wohl nicht gefallen dürfte. Es ging um die Ablösung Westerwelles von seinem Amt des Parteivorsitzenden. Er ist den Spitzen bei den bevorstehenden Landtagswahlen nicht mehr genehm und sie möchten ihn deshalb am liebsten loswerden. Ob sie aber dann noch den tiefen Fall ihrer Lobby-Partei aufholen können sei dahingestellt.

Der „Spiegel“ berichtet von verschiedenen Diskussionsszenarien, der Kampfkandidatur einer neuen Spitzenperson, oder einem sogenannten Lösungsmodell „Hotel Atlantic“, einer Ablösung Westerwelles noch vor dem anstehenden Dreikönigstreffen im Januar. Beim genannten Treffen wurden allerdings noch keine Entscheidungen gefällt. Brisant wäre auch bei einem neuen Parteichef vor den Wahlen, dass man ihn dann in der Öffentlichkeit für schlechte Wahlergebnisse der FDP verantwortlich machen könnte, obwohl die ja unweigerlich schon lange bestehen und so schnell auch nicht aufgeholt werden können.

Jedenfalls befindet sich die FDP in einer Krise, die sie sicherlich vor allen Dingen ihrem jetzigen Parteichef verdankt. Bekommt der Parteichef und Außenminister jetzt die Quittung? Vielleicht für beide Ämter nach den Wahlen? Das hätte er sich selbst zuzuschreiben.