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FBI fahndet aggressiv nach Sicherheitsloch bei WikiLeaks – Juli blutigster Kriegsmonat für USA

FBI fahndet aggressiv nach Sicherheitsloch bei WikiLeaks – Juli blutigster Kriegsmonat für USA

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Veröffentlichte Geheimdokumente bei WikiLeaks sollen Sicherheit in Afghanistan gefährden – Juli verheerendster Monat für die US-Streitkräfte am Hindukusch

WikiLeaks stellte vor einigen Tagen eine Unmenge brisanter Geheimdokumente über den Afghanistan-Krieg ins Netz. Jetzt fürchten die USA um die Sicherheit in Afghanistan und der FBI soll aggressiv nach den Informanten fahnden.

Laut Robert Gates (US-Verteidigungsminister) gefährden diese Papiere US-Soldaten und Afghanen. Besagte Geheimpapiere würden die Beziehungen der USA in dieser entscheidenden Weltregion stark beschädigen.

„Die Folgen auf dem Schlachtfeld durch die Herausgabe dieser Dokumente können für unsere Soldaten, unsere Verbündeten und unsere afghanischen Partner schwerwiegend und gefährlich sein“, sagte Gates vor Journalisten in Washington.

Julian Assange, der Gründer und ehemalige PC-Hacker der Website WikiLeaks, hatte versichert, dass die ca. 92.000 geheimen Papiere vor ihrer Veröffentlichung auf Namen afghanischer Informanten überprüft worden seien. Mike Mullen (US-Generalstabschef) widersprach Assange: „Assange kann über das höhere Ziel, dem er und seine Quelle angeblich dienen, sagen, was er will, aber in Wahrheit haben sie vielleicht schon das Blut eines jungen Soldaten oder einer afghanischen Familie an ihren Händen.“

Robert Gates kündigte eingehende Ermittlungen an, die Verantwortlichen zu finden. Die Armee werde darüber hinaus Maßnahmen ergreifen, um Geheiminformationen besser zu sichern und die US-Soldaten und auch Afghanen zu schützen, die durch die Offenlegung in WikiLeaks in Gefahr geraten seien.

Der Juli war der bisher blutigste und verheerendste Monat für die US-Streitkräfte seit des zehnjährigen Krieges in Afghanistan. Im Juli sind 63 US-Soldaten umgekommen laut der Nachrichtenagentur AP und dem Fernsehsender CNN. Außerdem seien im Juli 85 Mitglieder der internationeln Streitkräfte ums Leben gekommen.