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Fall Mirco S.: Jetzt werden Schalltests gemacht

Fall Mirco S.: Jetzt werden Schalltests gemacht

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Die Polizei ermittelt im Fall des mutmaßlich entführten Mirco S. aus Grefrath jetzt mit etwas ungewöhnlichen Methoden. Experten wollen durch künstlich erzeugte Kinderschreie herausfinden, ob sich Zeugenaussagen über Schreie, die am Tattag gehört wurden, bestätigen lassen.

Es gibt übereinstimmende Zeugenaussagen, dass am 3. September, dem Tag des Verschwindens von Mirco, Kinderschreie in der Nähe der Stelle wahrgenommen wurden, an der man das Fahrrad von Mirco gefunden hatte.

Mit den Schalltests will die Polizei eingrenzen, an welcher Stelle die Schreie wohl entstanden sein könnten. Die Schreie soll man auch im Kloster Mariendonk gehört haben. Die Zeugen, die der Polizei über die Kinderschreie berichtet hatten, wurden dazu an die jeweilige Stelle gebeten, an der sie die Schreie gehört haben wollen.

Bislang ist nicht bekannt, was die Schalltests tatsächlich ergeben haben. Die Polizei will im Verlauf des Samstags bekannt geben wie die Tests ausgegangen sind.

Am 3. September war Mirco S. auf dem Weg von einem Skater-Platz nach Hause verschwunden und wird seitdem vermisst. Die Polizei tappt trotz 3.700 Hinweisen, die sie erhalten hat, weiterhin völlig im Dunkeln. Auch der Einsatz von Tornado-Jets der Bundeswehr, die mit Wärmebildkameras Aufnahmen geschossen hatten, brachten keine neuen Erkenntnisse ein. Vielleicht bringt das Schallgutachten die entscheidenden Hinweise.