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Fahnder des Finanzamts nutzen Google Earth zur Suche nach Pools

Fahnder des Finanzamts nutzen Google Earth zur Suche nach Pools

In der Not werden die Ideen oft etwas abstrus. Wie schon berichtet befindet sich Griechenland derzeit in großen Finanznöten. Die Mehrwertsteuer wurde schon angehoben und es sind drastische Sparmaßnahmen angekündigt.

Jetzt soll ein neues Steuergesetz eingeführt werden. Mit diesem Steuergesetz will man griechische Mitbürger identifizieren, bei denen Anzeichen von Luxus erkennbar sind und die eventuell Teile Ihres Einkommens an dem Fiskus vorbei hinterziehen. Das will man erreichen indem man die Fläche von bebauten Grundstücken begutachtet. Der Luxus beginnt schon mit einem Pool. Das griechische Finanzamt setzt bei einem Pool, der eine Fläche von 50 Quadratmeter überschreitet, ein zusätzliches zu versteuerndes Einkommen von 5.000 Euro pro Jahr an. In Griechenland sind die Mauern um Gärten hoch und die Hecken sehr dicht. Die Menschen zeigen nicht unbedingt gerne ihren Reichtum. Um die Schwimmbecken dennoch zu identifizieren nutzen die griechischen Finanzbehörden Google Earth. Mittels der Satellitenaufnahmen, die von Google Earth bereitgestellt werden, können die Ermittler sehr genau die Badelandschaften erspähen. Daraufhin werden diese kartographiert und der Eigentümer des Grundstücks erhält unangenehme Post von den Behörden.

In Deutschland braucht man derzeit ein ähnliches Vorgehen der Behörden jedoch nicht zu befürchten. Da Google Earth hierzulande nicht ganz so aktuell ist. Schauen sie doch einfach mal nach, ob sie das Neubaugebiet um die Ecke, in dem vor ein paar Wochen Bauaktivitäten aufgenommen wurden, denn schon als solches zu erkennen ist oder ob es sich immer noch um „Ackerland“ laut der Aufnahmen in Google Earth handelt.

(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung)