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EZB-Wende: Leitzinserhöhung auf 1,25 Prozent für Euro-Zone

EZB-Wende: Leitzinserhöhung auf 1,25 Prozent für Euro-Zone

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Seit Tagen wurde spekuliert, jetzt ist es soweit. Die EZB (Europäische Zentralbank) hebt die Zinsen an. Mit der Leitzinserhöhung von 1,25 Prozent zum ersten Mal seit Juli 2008 will sie damit gegen die wachsenden Inflationsgefahren angehen und gegensteuern.

Die Zinsen waren seit 2008 nur rückläufig und blieben seit Mai 2009 auf einem historischen Tief von nur einem Prozent stehen. Damit die Inflationsgefahren in der Euro-Zone gedämpft werden, wurde der Zins jetzt um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Dies teilte die EZB in Frankfurt am Main soeben mit.

Es ist eine Wende in der europäischen Geldpolitik. Die Währungshüter haben damit sogar schneller reagiert als die dafür Verantwortlichen in den Ländern Japan, Großbritannien und den USA. Für die Zukunft wird weiterhin von Experten erwartet, dass die EZB in den kommenden Monaten sogar in kleinen Abständen den Leitzins weiter auf bis zu 2,0 Prozent anheben wird. Der Sinn ist, die Kaufkraft zu erhalten und auf den Preisdruck Einfluss nehmen zu können. Allerdings verteuert damit die EZB auch die Kredite, was die sogenannten Wackelkandidaten, nämlich Länder wie Irland, Griechenland und seit ganz kurzem auch Portugal negativ zu spüren bekommen könnten.