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EZB verteidigt Staatsanleihenkauf

EZB verteidigt Staatsanleihenkauf

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/_rom_/127580078/sizes/m/##rom
Europa steht vor der größten Krise seit Bestehen der EU. Reihenweise scheinen sich die Euroländer vor dem Staatsbankrott zu befinden und benötigen dringend Hilfe. Die Finanzminister der Euroländer haben sich mit der EU-Kommission und dem Internationalen Währungsfonds auf ein Hilfspaket nie dagewesenen Ausmaßes verständigt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihrerseits eingegriffen und kauft Anleihen der finanziell in Bedrängnis geratenen Staaten auf. Damit überschreitet sie ihre Kompetenzen und verliert ihre Unabhängigkeit werfen ihr Kritiker vor.

Die EZB wehrt sich in Person ihres Präsidenten Jean-Claude Trichet. Dieser verteidigt den Ankauf von Staatsanleihen finanziell notleidender Eurostaaten. Trichet sagte, dass sich die Lage an den Finanzmärkten immer weiter zuspitzen würde und die EZB eingreifen müsse, um Schlimmeres zu verhindern.

Aufgrund dieser Tatsache habe die EZB auch den Leitzins auf dem historischen Tief von einem Prozent belassen. Auf die Staatsanleihenkäufe will Trichet im einzelnen jedoch nicht eingehen. Bisher hat die EZB Anleihen im Wert von 40,5 Milliarden Euro aufgekauft. Hauptsächlich handelt es sich um Anleihen von Griechenland und Portugal. Es ist damit zu rechnen, dass bald vermehrt Anleihen von Spanien gekauft werden.

Trichet sagte lediglich, dass derzeit ein Anleihenkauf angemessen sei, da es weiterhin Risiken auf den Finanzmärkten geben würde. Er betont aber auch, dass die Maßnahmen der EZB zeitlich begrenzt seien. Er erwartet von den Regierungen eine solide Finanzpolitik und eine Rückkehr zu geordneten Finanzverhältnissen.