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EZB macht Märkte nervös und fordert Milliarden zurück

EZB macht Märkte nervös und fordert Milliarden zurück

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat während der Finanz- und Wirtschaftskrise viele Kreditinstitute mit gigantischen Summen gestützt. Experten warnen davor, dass die Märkte wieder nervös werden könnten, denn die Hilfen laufen nun aus. Die EZB will jetzt ihr Geld wieder haben und fordert Milliardenbeträge zurück.

Das Einjahresgeschäft ist im Juli beendet und es werden 442 Milliarden Euro fällig. Zu zahlen sind diese Gelder von insgesamt 1.100 Banken.

Die EZB hatte geplant, dass man die Hilfsprogramme langsam auslaufen lässt. Das ist angesichts der allgemeinen Lage an den Finanzmärkten allerdings momentan nicht möglich. Also weicht man vorerst in einen Dreimonatstender aus, der zu einem Prozent Zinsen ausgegeben wird. Ulf Krauss, Helaba-Volkswirt hat gesagt, dass die EZB das Finanzsystem nicht austrocknen lassen und alle Banken mit ausreichender Liquidität versorgen will.

Man vermutet jedoch, dass der Betrag diesmal nicht so hoch sein wird. Die Märkte hingegen scheinen doch aufgrund der hohen Summe von 442 Milliarden Euro etwas nervös zu werden. Die Einlagen, die bei steigender Tendenz einen nervösen Markt widerspiegeln, sind am Freitag von 214 auf 250 Milliarden Euro angewachsen.