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Experten: Griechenland sollte die Drachme wieder einführen

Experten: Griechenland sollte die Drachme wieder einführen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/dynamosquito/5440943512/sizes/m/in/photostream/##dynamosquito
Eine Pleite Griechenlands ist noch immer möglich und wird wahrscheinlicher. So warnt beispielsweise der europäische Sachverständigenrat EEAG davor, dass Griechenland vor einem Staatsbankrott stehen könnte. Schon im Jahr 2013 könnte der finanziell stark angeschlagene südeuropäische Staat schon wieder neue Milliardenhilfen benötigen.

Die Experten vom Münchner ifo-Institut gehen derzeit davon aus, dass der Sparkurs, den Griechenland aktuell fährt nicht ausreichen wird um das Land finanziell wieder in normales Fahrwasser zu bringen. Vielmehr rechnen sie damit, dass Griechenland schon im Jahr 2013 nach neuen Hilfen der EU greifen wird.

Der Sachverständigenrat geht davon aus, dass die Einschnitte, die Griechenland durchgesetzt hat, nicht weitreichend genug sind, so dass der Balkanstaat nicht in der Lage sein wird sein Versprechen, ab 2014 die in Anspruch genommenen Hilfen zurückzuzahlen, auch einlösen wird. Der Sachverständigenrat geht sogar so weit, dass man vom Ausschluss der Griechen aus der Euro-Zone spricht. Das würde für Griechenland eine Rückkehr zur Drachme bedeuten. Nur hierüber sei für die EU sichergestellt, dass man Griechenland nicht noch jahrelang mit hohen Transferzahlungen unter die Arme greifen müsse.

Auch aus Bankenkreisen ist zu vernehmen, dass die Konsolidierung Griechenlands nicht so voranschreite wie es nötig sei um das Land vor dem Bankrott zu retten. Deshalb haben schon einige Großbanken die Rückzahlung der gewährten Hilfen für Griechenland nicht mehr auf dem Schirm. Der Chef der Europäischen Bank für Wiederaufbau, Thomas Mirow, hat gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt, dass eine Umschuldung Griechenlands nicht mehr abzuwenden sei.