close
Ex-FDP-Büroleiter Metzner: Zugang zu Geheimakten der Regierung

Ex-FDP-Büroleiter Metzner: Zugang zu Geheimakten der Regierung

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/85495589@N00/230900143/sizes/m/in/photostream/##Joynergy
Bei der FDP geht es weiter munter drunter und rüber. Schlechte Umfragewerte, ein jetzt entlassener Maulwurf namens Helmut Metzner und die Schelte von FDP-Chef Kubicki aus Schleswig-Holstein.

Jetzt stellt sich auch noch heraus, dass der Ex-Büroleiter Westerwelles nicht nur als kurzfristig als diplomatischer Maulwurf agierte, sondern sogar Zugang zu weiteren vertraulichen Regierungsunterlagen hatte. Fest steht bereits, dass es sich bei ihm um denjenigen handelte, der der US-Botschaft in Berlin vertrauliche Angaben überließ. Dadurch wurden die USA über die Koalitionsverhandlungen von Schwarz-Gelb genauestens informiert. Westerwelle dementierte das vor einigen Tagen noch sehr vehement als Gerücht. Er irrte wie so oft.

Nachdem er aber die Tatsache des Verrats nicht mehr leugnen konnte, wurde jetzt auch noch festgestellt, dass sein ungetreuer geschwätziger Geselle ebenfalls weiteren Zugang zu Dokumenten hatte, die dem Geheimschutz unterlagen. Bislang konnte noch nicht geklärt werden, ob noch andere ausländische Diplomaten von Metzner über das geschützte Material informiert wurden.

Thomas Oppermann, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion forderte Westerwelle jetzt auf, sich wegen offensichtlicher Überforderung seines Doppelamtes, Parteivorsitzender und Außenminister, für ein Amt zu entscheiden. Wenn es um die Meinung vieler in der eigenen Partei FDP geht, sollte Guido Westerwelle ebenfalls sein Parteiamt abgeben. Das wurde bereits von seinen „eigenen Leuten“ gefordert. Allerdings geht das Theater in der FDP munter weiter, denn jetzt wird von der eigenen Parteiführung auf Wolfgang Kubicki eingedroschen, der die FDP mittlerweile mit der Spätphase der Ex-DDR verglich, die damals kurz vor ihrem Untergang stand.

Wirtschaftsminister Brüderle attestierte daraufhin Kubicki eine Profilneurose. Man kann davon ausgehen, dass das wohl eher auf die Partei FDP insgesamt zutrifft, im speziellen auf ihren Parteichef, der allerdings augenblicklich von seinen sonst so überaus lauten und selbstdarstellerischen Äußerungen langsam Abstand genommen hat. Das hat gute Gründe, wen sollte das noch wundern, die nächsten Wahlen rücken immer näher! Vor über einem Jahr wurde die FDP gewählt, um zu regieren, nicht um zu agieren und reagieren, wie man es jetzt nur noch von ihr registrieren kann.