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Europäische Zentralbank: Trichet ist nicht grundsätzlich gegen den EWF

Europäische Zentralbank: Trichet ist nicht grundsätzlich gegen den EWF

Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), ist nicht grundsätzlich gegen die Einführung eines Europäischen Währungsfonds (EWF). Die Idee, Staaten über einen Fonds zu helfen, die in Not geraten sind versteht er. Der EZB-Rat hätte jedoch aktuell keine offizielle Meinung zu dem Thema. Vielmehr benötigt man zunächst mehr Informationen, um eine Position beziehen zu können. Trichet sagte gestern am Rande einer Veranstaltung, dass man sich das ansehen müsse.

Jürgen Stark, Mitglied des EZB-Direktoriums, hat den EMF grundsätzlich abgelehnt. Axel Weber, Mitglied des EZB-Rats und Bundebankpräsident lehnt nicht grundsätzlich ab, äußerte aber starke Bedenken. Bei einer Mehrzahl der europäischen Politiker stößt die Idee des Europäischen Währungsfonds auf große Unterstützung. Auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel gehört zu den Befürwortern sowie Jean-Claude Juncker, Vorsitzender der Eurogruppe.

Der Europäische Währungsfonds soll innerhalb der Staaten der Eurozone eingeführt werden, um Euro-Länder, die finanziell angeschlagen sind und eventuell auf einen Staatsbankrott zusteuern vor dem Ruin zu bewahren. Die Idee des Europäischen Währungsfonds löst dabei eine kontroverse Diskussion zwischen Politikern und Währungshütern aus.

(Quelle: Finanzen)