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Eurohypo: Die Finanzkrise ist noch nicht vorbei – USA belasten den Markt

Eurohypo: Die Finanzkrise ist noch nicht vorbei – USA belasten den Markt

Nach Angaben der Commerzbank-Tochter Eurohypo rechnet man für den US-Immobilienmarkt immer noch mit einem Umfeld, das äußerst schwierig ist. Man rechnet nicht damit, dass sich der Markt schon in diesem Jahr konsolidiert.

Frank Pörschke, Vorstandsvorsitzender der Eurohypo, sagte gegenüber dem „Handelsblatt“, dass die USA auch weiterhin der schwierigste Markt im Immobilienbereich bleiben. Selbst wenn das Wirtschaftswachstum bei drei Prozent im laufenden Jahr liegen würde, rechnet Pörschke mit einem Marktwertrückgang. Außerdem geht er von steigenden Quoten bei den Leerständen aus. Der Bank-Chef führte weiter aus, dass die Preise nochmals um fünf Prozent sinken könnten. Da würde es auch keine Rolle spielen, dass sie ohnehin schon ein Drittel niedriger liegen.

Pörschke geht davon aus, dass diese Entwicklung für die Eurohypo nicht von Vorteil sein wird. Er ist der Meinung, dass auch seine Bank die Probleme der Finanzkrise noch nicht ganz bewältigt hätte. Besonders in den USA hätte die Eurohypo eine bedeutende Risikovorsorge bilden müssen.

Die Eurohypo steht auf der Verkaufsliste der Commerzbank. Die EU-Kommission hat der Commerzbank zur Auflage gemacht die Hypothekenbank zu verkaufen, da man seinerzeit Staatshilfen in Empfang genommen hat. Der Verkauf soll bis 2014 abgewickelt sein.