close
Euro seit 18 Monaten auf tiefstem Stand – Schweizer Franken stark wie nie

Euro seit 18 Monaten auf tiefstem Stand – Schweizer Franken stark wie nie

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/markusram/3401912919/sizes/m/##Markus Ram

Trotz des gigantischen Euro-Rettungsschirms vor einigen Tagen sank der Kurs des Euro gestern Vormittag auf 1,2433 Dollar ab. Er legte im Laufe des Tages wieder etwas zu, dann fiel er wieder ab und sorgt weiterhin für große Unsicherheit bei den Anlegern.

Bundespräsident Köhler sieht die Ursache einer Zuspitzung der Krise in einer ausgeuferten Staatsverschuldung und einer unzureichenden staatlichen Regulierung der Finanzmärkte. So seine Äußerungen anlässlich der Amtseinführung des neuen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts.

Gleichzeitig müssten dringend notwendige Strukturreformen der Mitgliedsstaaten durchgesetzt werden. Bislang hätten sich die Staaten der Euro-Zone als unfähig in der Durchsetzung dieser Reformen erwiesen.

Im Gegensatz zum Euro ist der Schweizer Franken so stark wie nie. Das Euro-Rekordtief liegt bei 1,40 Franken. Das macht den Urlaub in der Schweiz teurer. Auch in der Krise zeigt sich das Land sehr stabil. Die Schweiz macht keine Schulden. Sie erwirtschaftete selbst in diesen krisengeschüttelten Zeiten einen Haushaltsüberschuss. 2009 lag er bei 2,7 Milliarden Franken (1,8 Milliarden Euro) oder 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In den Jahren 2007 bis 2008 wurden sogar Haushaltsüberschüsse von bis zu 2,2 Prozent des BIP erzielt laut Eberhardt Unger, Volkswirt von Fairesearch. Die Schweizer Verschuldungsquote sank so seit 1998 von 55 Prozent des BIP auf 45 Prozent. Und bereits im Jahr 2003 wurde eine Schuldenbremse installiert, die durch Volksabstimmung herbeigeführt wurde.