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Euro-Rettungsschirm soll schnell vergrößert werden

Euro-Rettungsschirm soll schnell vergrößert werden

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Die Euro-Staaten haben sich darauf geeinigt, dass man möglichst schnell den Euro-Rettungsschirm, der für finanziell angeschlagene Euro-Länder aufgelegt wurde, vergrößert. Grundsätzlich sei man sich über die Richtung im Klaren. Allerdings gibt es noch unterschiedliche Ansichten wie man mit der einst zugesagten Summe von 440 Milliarden Euro verfahre. Man will diese künftig auch als Kreditvolumen nutzen können.

Jose Manuel Barroso, EU-Kommissionspräsident, hat darauf gedrängt, dass man bis zum 4. Februar eine Entscheidung herbeiführe. Darauf haben sich allerdings die Finanzminister der Euro-Länder nicht eingelassen.

Von Seiten des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble war zu vernehmen, dass man zwar grundsätzlich Gesprächsbereit sei, aber dennoch keine Hektik entstehen sollte. Immerhin ist Deutschland größter Bürge des Euro-Rettungsfonds. Schäuble sieht den Rettungsschirm derzeit gut aufgestellt. Außerdem betonte er, dass dieser momentan funktioniere und nicht unter Druck stünde.

Derzeit stellen die Euro-Länder 440 Milliarden Euro, die EU-Kommission 60 Milliarden Euro und der Internationale Währungsfonds (IWF) 250 Milliarden Euro innerhalb des Euro-Rettungsschirms zur Verfügung. Die EU-Kommission und der IWF stellen ihren Teil nicht nur als Bürgschaft sondern auch als Kreditsumme zur Verfügung. Der Teil der Euro-Länder steht nur eingeschränkt als Kreditsumme zur Verfügung. Insgesamt stellen die Euro-Länder nur 250 Milliarden Euro als Kreditsumme bereit.

Generell wollen die Euro-Länder einen dauerhaften Mechanismus einrichten, der den Euro absichert. Der Euro-Rettungsschirm sei nur eine Übergangslösung, die langfristig abgelöst werden soll. Wie ein dauerhafter Mechanismus aussehen könnte haben die Finanzminister noch offen gelassen.