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Euro-Crash: Warnung von Spitzenökonomen

Euro-Crash: Warnung von Spitzenökonomen

Der Euro soll in Gefahr sein, so führende Ökonomen aus Europa. Sie warnen vehement vor einem Crash des Euros. Dem Euro würden besonders die überstützte Aufnahmen von neuen Mitgliedern in den Euro-Raum zu schaffen machen. In einem Papier der „European Economic Advisory Group“ (EEAG) wurde diese Äußerung am Dienstag in Brüssel veröffentlicht. Einer der acht führenden Ökonomen der EEAG ist der Deutsche Professor Hans-Werner Sinn.

Bisher, so die Experten der EEAG, hätte die Währungsgemeinschaft in Europa einen Flächenbrand verhindern können. Hätte Griechenland den Euro nicht, dann wäre der Staat schon längst kaputt und die Währung angeschlagen. Die Probleme würden sich allerdings an der Grenze des Euro-Raums stapeln. Staaten wie Ungarn und Lettland hätten deshalb ein großes Interesse schnell unter das schützende Dach des Euros zu schlüpfen. Die Spitzen-Ökonomen raten von einem solchen Schritt dringend ab.

In der Studie wird bekundet, dass es unklug sei während einer Krise ein Land in den Euro-Raum eintreten zu lassen. Dadurch könnte die Europäische Zentralbank (EZB) gezwungen werden eine lockerere Geldpolitik zu fahren. Wenn sich die Krise intensivieren würde, hätten die bisherigen Euro-Mitgliedsstaaten mit einer dramatischen Verschlechterung ihrer Lage zu kämpfen, da sie die neuen Mitglieder vor der Staatspleite bewahren müssten. Dadurch würde man die Gesamtstabilität der Währungsgemeinschaft gefährden.

Hans-Werner Sinn hat gegenüber dem Magazin Focus gesagt, dass der Internationale Währungsfonds, die in arge finanzielle Bedrängnis geratenen Griechen, finanziell unterstützen wird. Sinn sagte weiterhin, dass es aktuell um überschaubare Beträge gehen würde. Durch eine Rettungsaktion würde der Euro etwas geschwächt, aber es seien auch positive Effekte zu erwarten. Durch einen niedrigeren Wechselkurs würde besonders Deutschland profitieren, denn durch den steigenden Export, in einem solchen Fall, würde das Wachstum gestärkt.

Durch die griechische Krise ist die Euro-Zone in ihre schwerste Krise seit Gründung gestürzt. Viele Experten sind der Meinung, dass der südeuropäische Staat vor dem Bankrott steht. Griechenland hat über viele Jahre hinweg, seine missliche Lage verschleiern können. Damit ein Dominoeffekt verhindert wird, der auch Portugal und Spanien in den Abgrund reißen könnte, arbeiten in einigen EU-Staaten die Experten mit Hochdruck an der Entwicklung von Rettungsplänen. Aus Griechenland ist zu vernehmen, dass man einen drastischen Sparkurs fahren werde.

(Quelle: Focus)