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EU-Verbraucherkredit-Richtlinie soll Kunden schützen

EU-Verbraucherkredit-Richtlinie soll Kunden schützen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/maha-online/62627811/sizes/m/##maha-online
Seit 11. Juni muss in Deutschland die EU-Verbraucherkredit-Richtlinie umgesetzt werden. Diese verspricht mehr Transparenz für den Kunden. Vor allen Dingen soll mit ihr das Thema der nicht gewährten Lockangebote abgeschafft werden. Allzu oft war es in der Vergangenheit der Fall, dass der Zins aus der Werbung nicht zu haben war, wenn man den entsprechenden Kredit aufnehmen wollte.

Mit der neuen Richtlinie sollen Kredite in ganz Europa vergleichbar werden. Den Vermittlern und Banken werden deutlich engere Daumenschrauben angelegt und die Informationspflichten werden wesentlich strenger gefasst.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) ist jedoch der Meinung, dass die neuen Regelungen nicht tiefgreifend genug sind und das Schutzniveau der Verbraucher nicht wesentlich gesteigert ist. Es wäre bei der Umsetzung der Richtlinie in Deutschland der mögliche Spielraum zum Verbraucherschutz nicht genutzt worden.

Die Banken müssen ihr Marketing komplett überdenken und Werbemaßnahmen deutlich anders ausrichten. Der Kunde muss über alles im Vornherein informiert werden, was bedeutet, dass er jede Menge Papier vor Vertragsabschluss erhält. Ob der Kunde diese Informationen dann wirklich liest und auch noch versteht ist eher fraglich. Es wird durch die Umsetzung der Richtlinie zwar mehr Transparenz geschaffen, aber die Verwirrung beim Kunden wird deutlich gesteigert. Es sind durchaus Parallelen zur EU-Vermittlerrichtlinie im Versicherungsbereich zu erkennen.