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EU hat Angst wegen Haushaltslage in Irland – Bisher keine Hilfe beantragt

EU hat Angst wegen Haushaltslage in Irland – Bisher keine Hilfe beantragt

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Die Haushaltslage in Irland ist dramatisch. Aufgrund des desolaten Haushalts macht sich die EU berechtigte Sorgen um den Inselstaat. Aufgrund des hohen Verschuldungsgrads Irlands könnte der Euro erneut unter Druck geraten. Gerade erst hat Brüssel den Euro nach Bekanntwerden der griechischen Schuldenkrise wieder stabilisiert, da drohen schon wieder neue Spannungen.

Bislang weigert sich Irland beharrlich Hilfen von der EU anzunehmen. Auch haben die anderen Euro-Staaten keinen Druck auf Irland ausgeübt, so wie es aus einigen Medienberichten zu vernehmen war.

Allerdings hat ein Sprecher der EU-Kommission bestätigt, dass man mit den Behörden in Irland in engem Kontakt stehe, was aber ein völlig normaler Vorgang sein soll. Irland hat offiziell erklärt, dass man wegen des Schuldenproblems mit der EU in Kontakt stehen würde. Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm seien aber nicht beantragt. Schon seit einigen Tagen halten sich Gerüchte, dass der Inselstaat Mittel aus dem EU-Rettungsfonds in Anspruch nehmen will. Irland verwehrt sich gegen diese Spekulationen.

Das derzeitige Defizit Irlands liegt bei 32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Zum Vergleich: Das Defizit Griechenlands liegt aktuell bei 9,4 Prozent des BIP. Irland beteuert aber, dass man den desolaten Haushalt bis 2014 ohne fremde Hilfe in den Griff bekommen will und die von der EU geforderten maximalen drei Prozent Schulden des BIP einhalten kann. Insbesondere will Irland über ein Sparprogramm mit Etatkürzungen und Erhöhungen der Steuern die Schulden abbauen.