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EU-Gipfel: Merkel macht sich unbeliebt und bleibt hart

EU-Gipfel: Merkel macht sich unbeliebt und bleibt hart

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/pimkie_fotos/2961678058/sizes/m/in/photostream/##Chesi - Fotos CC
Angela Merkel hält an ihrem Plan fest, den Stabilitätspakt zu verschärfen. Neben Deutschland spricht sich Frankreich auch für eine Verschärfung des Pakts aus. Die anderen Länder der EU sind empört über das Vorgehen von Deutschland und Frankreich, die quasi im Alleingang diese Forderung durchsetzen wollen.

Hintergrund ist, dass sich Merkel und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy in einem Gespräch unter vier Augen auf die Reformpläne geeinigt haben.

Jean-Claude Juncker, Chef der Euro-Zone, nannte das Vorgehen der Beiden „schlicht unmöglich“. Er ärgert sich, dass er erst aus der Zeitung von dem Vorhaben erfahren hatte. Viviane Reding, Mitglied der EU-Kommission, findet es unverantwortlich, was Merkel und Sarkozy vorhaben. Sie schließt aus, dass man den EU-Vertrag noch einmal öffnet.

Axel Schäfer, SPD-Fraktionsvize, sagte, dass Deutschland und Frankreich die EU oft enorm vorangebracht hätten. Diesmal würde es so aussehen als stünden nationale Interessen im Vordergrund.

Es wird sich in den nächsten zwei Tagen auf dem EU-Gipfel zeigen, ob die Vorschläge von Frankreich und Deutschland wirklich so weltfremd sind oder ob man sich darauf einigen kann. Immerhin geht es um die Stabilität der Gemeinschaftswährung.