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Estland tritt der Euro-Zone bei

Estland tritt der Euro-Zone bei

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/free-stock/4792018730/sizes/m/in/photostream/##Public Domain Photos
Zu Beginn des neuen Jahres begrüßt die Euro-Zone ein neues Mitglied. Estland ist der Gemeinschaftswährung beigetreten. Seit Jahresbeginn ist die Krone als offizielles Zahlungsmittel in Estland Vergangenheit.

Estland gilt als Musterschüler, hat man doch in fast allen Bereichen der Konvergenzkriterien Bestwerte erzielen können. Der Staatshaushalt ist ausgeglichen, die Inflationsrate ist zwar mit knapp fünf Prozent im europäischen Vergleich recht hoch (EU-Durchschnitt 2,3), dennoch nicht mehr Grund genug Estland nicht zur Gemeinschaftswährung zuzulassen, denn darüber hinaus sind die öffentlichen Schulden äußerst gering. Das Staatsdefizit liegt gerade einmal bei 2,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Für die EU und die Euro-Zone ist derzeit jedes Mitgliedsland, dass nicht am Staatsbankrott wandelt willkommen, denn den Euro mittelfristig zu stabilisieren wird ein sehr schweres Unterfangen.

In der Hauptstadt Tallin wurde zu Mitternacht an Silvester nicht nur ein Feuerwerk für den Jahreswechsel gezündet sondern auch wegen der Freude über den Beitritt zur Euro-Zone. Den ersten Euroschein, den ein Este aus einem Geldautomat erhalten hatte war dann auch der Staatschef Andrus Ansip, der wegen der Symbolik einen Euroschein aus einem Geldautomaten vor der Oper in Tallinn gezogen hatte.

Die Mehrheit der 1,3 Millionen Esten selbst freuen sich über den Euro. Auch wenn dieser in den vergangenen Monaten stark unter der Schuldenkrise einiger europäischer Länder gelitten hatte. Ungefähr 50 Prozent der Esten stehen dem Euro positiv gegenüber, 40 Prozent wollen ihn nicht.