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Erst Tunesien jetzt Algerien und Jemen – Demonstrationen

Erst Tunesien jetzt Algerien und Jemen – Demonstrationen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/dazzied/427180864/sizes/m/in/photostream/##Dazzie D
In der algerischen Hauptstadt Algier wurde eine Demonstration der Opposition RCD mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften aufgelöst. Saïd Sadi (Präsident der Partei RCD) sprach von 42 verletzten Anhängern und zahlreichen Festnahmen.

Sieben Polizeibeamte wurden bei den Protesten verletzt teilte die Polizei nach eigenen Angaben mit, zwei von ihnen schwer. Bei den Protesten in Algerien ging es um Forderungen zur Freilassung Gefangener und der Wiederherstellung der allgemeinen Freiheit für einzelne Menschen. Dabei brachen die Demonstranten mutig das seit 1992 geltende Kundgebungsverbot.

Auch im Jemen gab es Demonstrationen in der Hauptstadt Sanaa. Hierbei wurde der Rücktritt von Ali Abdullah Saleh, dem Präsidenten gefordert. Mit Sprechchören versammelten sich an der Universtität in Sanaa Studenten, Aktivisten und oppositionelle Gruppen.

Währenddessen gehen die Proteste auch in Tunesien weiter. Tausende demonstrierten gegen die Übergangsregierung des Ministerpräsidenten Mohammed Ghannouchi. Er verspricht nach Wahlen den Rückzug. Mittlerweile haben sich zahlreiche Polizisten in Uniform und Zivil ebenfalls den Protesten angeschlossen. Im ganzen Land hängen die Flaggen auf Halbmast für die 100 Toten, die während der heftigten Proteste ums Leben kamen.

Die EU arbeitet ebenfalls mit Hochdruck, um Tunesien beim Aufbau der Demokratie zu helfen. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton forderte die Opposition in der Übergangsregierung auf, die neue Regierung in Tunesien müsse der Opposition eine klare Rolle und deutliche Stimme verleihen. Es müsse einen friedlichen Übergang zur Demokratie geben. Jahrelang hat allerdings die Europäische Union das Ben Ali-Regime unterstützt.