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Ermittlungen gegen Morgan Stanley eingeleitet

Ermittlungen gegen Morgan Stanley eingeleitet

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/genemoo/2061190630/sizes/m/##Gene
Wie es scheint wird die US-Investmentbank Morgan Stanley von den US-amerikanischen Behörden unter die Lupe genommen. Laut einem Bericht im „Wall Street Journal“ soll die Großbank von den Behörden verdächtigt werden, Anleger im Unklaren über Produkte gelassen und diese in die Irre geführt zu haben.

Laut den Angaben der Zeitung soll die Bank mit Wertpapieren gehandelt haben, die aus gebündelten Krediten bestanden. Solche Papiere nennen sich im Fachjargon CDO’s. Durch diese Bündelung hofft man, das Ausfallrisiko der Kredite verteilen zu können. Gegenstand der Ermittlungen ist, ob die Investmentbank den Investoren auch die eigene Position innerhalb der Transaktion bekannt gegeben hat. Teilweise soll Morgan Stanley selbst auf einen Verlust dieser Papiere gewettet haben.

James Gorman, Chef der Morgan Stanley in Tokio, ließ verlauten, dass die Bank selbst bislang keine Kenntnis von Ermittlungen habe. Man wäre bislang von Seiten des Justizministeriums nicht kontaktiert worden.

Der Vorfall ähnelt den Vorwürfen, die von der US-Börsenaufsicht SEC gegenüber der US-Großbank Goldman Sachs geäußert wurden. Dabei wirft die SEC der Goldman Sachs vor, bei CDO-Geschäften den eigenen Kunden wesentliche Informationen vorenthalten und auf den Verlust der Papiere gewettet zu haben. Dabei sollen die Investoren eine Milliarde Dollar verloren haben.