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Enormer Fachkräftemangel in Deutschland

Enormer Fachkräftemangel in Deutschland

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/zunami/3414425334/sizes/m/in/photostream/##Claus Rebler
In Deutschland fehlen derzeit enorm viele Fachkräfte. Am Dienstag hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Zahlen veröffentlicht, die dramatische Aussichten prognostizieren. Nach den vorgelegten Zahlen sollen 70 Prozent der Unternehmen Probleme haben, ihre offenen Stellen zu besetzen.

Neben Akademikern werden auch Meister und Fachwirte gesucht. Der DIHK hat unter 1.600 Unternehmen eine Umfrage durchgeführt, der zufolge besonders im Handel und der Gastronomie viele Stellen zu besetzen sind. Jedes zweite Unternehmen soll hier Probleme haben, die offenen Positionen adäquat zu besetzen.

Das Statistische Bundesamt zeichnet dunkle Aussichten. Bis zum Jahr 2030 werden demnach sechs Millionen Fachkräfte benötigt, die aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge nicht vorhanden sind. Durch den Fachkräftemangel könnte künftig die Produktion und dementsprechend das Wachstum leiden.

Hier ist umso mehr die Politik gefordert, gute Lösungen zu finden, die auch zukunftsweisend sind. Bisher gibt es allerdings kein einheitliches Konzept, das umgesetzt werden könne. Schnell wird hier der Ruf nach einem veränderten Zuwanderungsgesetz laut. Allerdings ist das Zuwanderungsgesetz schon wirtschaftsfreundlich und flexibel weiß Bundesinnenminister Lothar de Maizière.

Ob es der Weisheit letzter Schluss ist, immer wieder mit Zuwanderung zu argumentieren sei dahingestellt. Sicherlich wäre es aber sinnvoll, langfristig zu planen und neben der notwendigen Umschulung Arbeitsloser und Vorbereitung der Arbeitssuchenden auf andere Aufgaben sollte das Schulsystem gründlich überdacht werden. Es ist sinnvoller, die Lösung an der Wurzel des Problems zu packen. Mit einem veränderten Schulsystem hätten deutlich mehr Schüler die Möglichkeit sich später höher zu qualifizieren und somit zumindest einen großen Teil des Fachkräftemangels, der in Zukunft auf die Bundesrepublik zukommt abzudecken.