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Endlich! Längst fällig: Niedersachsens Landwirtschaftsministerin tritt zurück

Endlich! Längst fällig: Niedersachsens Landwirtschaftsministerin tritt zurück

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/luebeck/470493714/sizes/m/in/photostream/##jphintze
Endlich ist Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Grotelüschen (CDU) zurückgetreten. Es ging um die Putenzuchtbranche und dabei ihre Vergangenheit. Nachfolger soll jetzt Gert Lindemann (CDU), früherer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium werden.

Bei Tierschützern und der Opposition war Astrid Grotelüschen zunehmend in die Kritik geraten. Sie war in einem Schlachtbetrieb als Prokuristin für die dort gezahlten Dumpinglöhne verantwortlich. Wieso man allerdings, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Björn Thümler, für diesen Schritt großen Respekt zollen soll, ist unverständlich.

FZ berichtete bereits am 11.8. über die unhaltbaren Zustände. Zur Erinnerung: Die Tierschutzorganisation Peta hatte Bilder von verletzten, sterbenden Puten, die sich gegenseitig Federn und Augen ausgepickt haben, gefilmt und veröffentlicht. Ausgerechnet die seit kurzem erst amtierende Ministerin soll bei diesen Tierquälereien indirekt beteiligt sein.

Grotelüschen war bis zu ihrem Amtsantritt Geschäftsführerin der „Mastputen-Brüterei Ahlhorn“, das ist die Firma ihres Mannes, in der gefilmt wurde. Bei ihrem Amtsantritt als Ministerin kündigte sie diese Funktion interessanterweise. Die genannte Firma ist mit 30 Prozent Hauptgesellschafterin an der Mecklenburgischen Putenerzeugergemeinschaft.

Unglaublich: Sie soll in dem jetzt niedergelegten Amt sogar für Tierschutz verantwortlich gewesen sein und die Massentierhaltung in Niedersachsen gefördert haben.

Hier muss doch kein Respekt gezollt werden zum Rücktritt. Im Gegenteil: Es war ein längst erforderlicher Schritt, der schon längst fällig war!