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Endlich: BAG-Urteil zur Gleichstellung der Bezahlung bei Leiharbeit

Endlich: BAG-Urteil zur Gleichstellung der Bezahlung bei Leiharbeit

Endlich: BAG-Urteil zur Gleichstellung der Bezahlung bei Leiharbeit 5
Bild: ##http://www.flickr.com/photos/dan4th/5133977586/sizes/m/in/photostream/##Dan4th
Es war höchste Zeit, nachdem die Regierung Mindestlöhne weiterhin ablehnt. Das Bundesarbeitsgericht hat jetzt ein wichtiges Urteil (1 ABR 19/10). gefällt. Die Arbeit und die Rechte von Leiharbeitern werden dadurch deutlich gestärkt.

Das Gerichturteil besagt jetzt endlich, dass die Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personal-Service-Agenturen (CGZP) keine tariffähige Spitzenorganisation ist.

Seit Jahrzehnten kämpfen die Gewerkschaften immer wieder vor Gericht gegen die sogenannten „Christlichen Gewerkschaften“, die den Arbeitgebern nahestehen und sich besonders durch Dumping-Löhne und schlechte Bedingungen für Arbeitnehmern hervortun.

Sie haben wenige Mitglieder, sind eigentlich „Schein-Gewerkschaften“, die nichts anderes möchten als die Löhne und Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer zu drücken. Es gibt sogar Vermutungen, dass hier nur Mitglieder und Funktionäre der Arbeitgeber tätig sind.

Jetzt entschied das Bundesarbeitsgericht endlich, dass aufgrund zu geringer Mitgliederzahlen die erforderliche Tarifmächtigkeit fehle. Die Gewerkschaft ver.di hatte damit in höchster Instanz Erfolg, endlich Gefälligkeitstarifverträge auch in der Leiharbeitsbranche zu unterbinden. Zur Gültigkeit der bestehenden CGZP-Verträge meinte ein BAG-Sprecher, es sei zweifelhaft, dass die Christliche Gewerkschaft (CGZP) auch in der Vergangenheit tariffähig gewesen sei. Dann müssten Nachzahlungen erfolgen.

Jetzt müssen die etwa 1600 Unternehmen der Leiharbeitsbranche allen ihren geschätzten 200.000 Mitarbeitern, es können auch noch weitaus mehr sein, den gleichen Lohn zahlen wie ihren Stammbelegschaften. Das Prinzip ist gesetzlich festgelegt: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Michael Sommer (DGB-Vorstizender) meinte , dass mit dem Urteil die Gewerkschaften einen Schritt weiter auf dem langen Weg gekommen sind, das Tarifdumping endlich zu unterbinden.

Es wurde nach Jahrzehnten Zeit, endlich ein Zeichen zu setzen, um damit für Arbeitnehmer und die Bürger ein bisschen mehr für Gerechtigkeit in unserer mittlerweile von Niedriglöhnen überzogenen Republik zu sorgen.