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Ende des Bohrstopps: Es lebe die Tiefseebohrung – Golf von Mexiko ist tot

Ende des Bohrstopps: Es lebe die Tiefseebohrung – Golf von Mexiko ist tot

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/dvids/4636122181/sizes/m/in/photostream/##DVIDSHUB
Es ist gerade einmal ein halbes Jahr her als die Ölplattform „Deepwater Horizon“ explodiert ist und wochenlang Millionen Liter Öl ungehindert in den Golf von Mexiko geflossen sind, da gibt die Regierung der USA Tiefseebohrungen wieder frei. Als wäre nichts gewesen dürfen die Mineralölkonzerne wieder ihre gefährlichen und unter Umständen Tod bringenden Tiefseebohrungen nach Öl fortsetzen.

US-Präsident Barack Obama hatte als eine der ersten Reaktionen auf die Ölpest im Golf von Mexiko Tiefseebohrungen vorerst verboten. Ein US-Gericht hat das Verbot allerdings wieder aufgehoben. Kurz darauf hat Obama wieder einen Stopp bis Ende November der Tiefseebohrungen angeordnet, den er jetzt allerdings wieder aufgehoben hat.

Sicherlich ist diese Entscheidung politisch geprägt, denn in den USA stehen die sogenannten „Midterm Elections“ an, bei denen die Möglichkeit besteht, dass die Demokraten die Mehrheit im Unterhaus verlieren. Obama erhofft sich, durch das Ende des Bohrstopps wieder politisch Land zu gewinnen und die Mehrheit im Unterhaus nicht zu verlieren. Immerhin geht es um 8.000 bis 12.000 Arbeitsplätze, die durch das Tiefseebohrverbot betroffen sind.

Unterdessen haben Forscher herausgefunden, dass der Golf von Mexiko quasi tot ist. Bis 20 Meter unter der Wasseroberfläche existiert kein Leben mehr. Krebse, kleine Fische und Algen, die normalerweise in dieser Zone leben, sind nicht mehr vorhanden. Derzeit will man die Wahrheit noch nicht in den Mund nehmen und spricht nicht davon, dass es Folgen der Ölpest, ausgelöst durch die Explosion der „Deepwater Horizon“, sind. Zählt man allerdings eins und eins zusammen und geht mit ein wenig Menschenverstand an die Sache heran, dann springt einem förmlich ins Auge, dass es hier einen unmittelbaren Zusammenhang gibt.