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Emissionshandel war Phishingangriff ausgesetzt

Emissionshandel war Phishingangriff ausgesetzt

Ein massiver Phishingangriff auf den Emissionszertifikate-Handel hat sich ereignet. Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland wurde ein Schaden in Millionenhöhe verursacht. Bis zum Ende der Woche sind wahrscheinlich in Europa einige Handelsstellen für Emissionen geschlossen. Die Täter konnten schon am letzten Donnerstag die Zugangsinformationen vieler Firmen stehlen. Die Stellen, die dem Angriff zum Opfer gefallen sind arbeiten gerade an der Verbesserung ihrer Sicherheitssysteme. Das Bundeskriminalamt ist bereits auf der Suche nach den Kriminellen. Die Täter haben Verschmutzungsrechte entwendet und weiterverkauft. Diese Rechte werden an der Energiebörse EEX und bei Brokern gehandelt. Der allgemeine Handel hat allerdings keine Beeinträchtigung erfahren. Die Eintragungen in die Datenbanken der Ämter, die hierfür notwendig sind können derzeit nicht erfolgen.

Die Kriminellen hatten an verschiedene Unternehmen aus Europa und Japan E-Mails versendet, in denen sie aufforderten wegen möglicher Angriffe von Hackern eine neue Registrierung vorzunehmen. Dabei haben sie sich als die Deutsche Emissionshandelsstelle in Berlin ausgegeben. Daraufhin haben die Täter die Emissionsrechte auf dänische und britische Konten übertragen und gleich weiterverkauft. Für die Käufer sah es so aus als wäre es ein legales Geschäft.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes haben sieben von 2000 Nutzern der Zertifikate die kriminellen E-Mails beantwortet. Insgesamt sind wohl 250.000 Zertifikate betroffen, die einen Wert an der Börse von jeweils 12 Euro haben.
(Quelle: Tagesschau)