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Elterngeld: Welchen Blödsinn unsere Politiker treiben

Elterngeld: Welchen Blödsinn unsere Politiker treiben

Das Sparpaket der Union scheint gründlich in die Hose gegangen zu sein. Es wird bei den Armen und Bedürftigen gespart und die Besserverdiener kommen ungeschoren davon. Unter anderem will die Koalition beim gerade erst eingeführten Elterngeld streichen.

Das Elterngeld wurde zu Beginn des Jahres 2007 eingeführt. Grundsätzlich wurde das Elterngeld eingeführt, weil man sich in Regierungskreisen sicher war, dass diese Sozialleistung dazu führen würde, das Nachwuchsproblem in Deutschland besser zu lösen. Prompt ist die Geburtenrate auch angestiegen.

Allerdings hat das Elterngeld von Anfang einen kleinen Fehler gehabt. Die Leistung ist für jeden. Also auch für Millionäre. Wozu Millionäre eine Sozialleistung benötigen und besonders gefördert werden sollen ist fraglich. Hinzukommt, dass sich die Höhe des Elterngeldes an der Höhe des Ausfalls des Einkommens orientiert. Ist das sozial gerecht? Ein Kinderwagen kostet immer den gleichen Preis, egal wie hoch das Einkommen ist. Nichtsdestotrotz will man das Elterngeld jetzt eindampfen.

Ob das der richtige Ansatz ist, die Republik wieder auf Vordermann zu bringen, ist sehr fraglich. Sinnvoller wäre wahrscheinlich, dass die Bundesregierung das Elterngeld zwar schon dem Verdienstausfall anpasst allerdings mit einer umgekehrten Berechnung. Wer ohnehin schon viel Geld verdient sollte sehr wenig Elterngeld bekommen und wer schlecht verdient eben einfach entsprechend mehr. Das wäre sozial gerecht. Außerdem scheint es nicht sinnvoll darauf zu setzen, mit geburtenschwächeren Jahrgängen in die Zukunft zu gehen. Schließlich sind die Geburten von heute die Stützen des Systems von Morgen. Vielleicht sollte der eine oder andere Politiker anfangen über seine Legislaturperiode hinaus zu denken.