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Elfenbeinküste: Schwerste blutige Machtkämpfe – bereits über 1000 Tote

Elfenbeinküste: Schwerste blutige Machtkämpfe – bereits über 1000 Tote

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/kutchala/4413485066/sizes/m/in/photostream/##Kutchala Sutchi
Es scheint als habe die entsetzliche Katastrophe in Japan und die derzeitigen Querelen in Deutschland den Blick auf die restliche Welt verstellt. Während alles gebannt und natürlich auch zu Recht auf Fukushima schaut, gerät fast völlig in Vergessenheit, dass die Machtkämpfe in Elfenbeinküste wieder auf das Härteste aufgebrochen sind.

Präsident Laurent Gbagbo will sein Amt nicht räumen trotz seiner klaren Wahlniederlage. Die Truppen des Wahlsiegers Alassane Quattara rücken immer näher an Abidjan heran. Das Rote Kreuz warnt dringend vor einer humanitären Katastrophe im Land.

Allein in der Stadt Duekou sind mindestens 800 Menschen getötet worden. Im Präsidentenmachtkampf haben jetzt bereits 1000 Menschen ihr Leben verloren und es ist kein Ende der grausamen Entwicklung in Sicht. Ban Ki Moon (UN-Generalsekretär) hat das Blutvergießen auf das Schärfste verurteilt und teilte mit, dass die UN-Blauhelme mittels ihrer dortigen Mission alles tun würden, um die Zivilbevölkerung und auch die Mitarbeiter der UN zu schützen. Die Blauhelme und französischen Truppen haben mittlerweile in Abidjan ihre Anwesenheit verstärkt. Allerdings konnten sie nicht verhindern, dass die Kämpfe weitergehen und die Zahl der Toten ständig steigt.