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Eklat in der Unionsfraktion, Steinbach kann’s nicht lassen: Mobilmachung Polens 1939?

Eklat in der Unionsfraktion, Steinbach kann’s nicht lassen: Mobilmachung Polens 1939?

Eklat in der Unionsfraktion, Steinbach kann’s nicht lassen: Mobilmachung Polens 1939? 5
Bild: ##http://www.flickr.com/photos/kd85/4507816498/sizes/m/in/photostream/##Krzysztof Dobrzański
Dieses Mal soll Polen bereits 1933 mobil gemacht haben. So Erika Steinbach, Chefin des Vertriebenen-Bundes (BdV).

Erst sorgt sie für Wirbel mit ihren immer wieder prekären Ansichten über die Vertriebenen, dann unterstützt sie Thilo Sarrazin und jetzt diese Äußerung.

Die immer wieder wegen ihren ziemlich merkwürdigen politischen Äußerungen auffällige Steinbach sorgte jetzt in der Klausurtagung der Fraktionsführung der Union in Berlin erneut für einen Eklat. Sie erweckte den Eindruck, dass Polen eine Mitschuld trage am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.

Die Chefin des Vertriebenen-Bundes griff Bernd Neumann (Kulturstaatssekretär der CDU-Fraktionsführung) scharf an. Er habe versäumt, sich hinter die vom BdV für den Beirat der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ als Stellvertreter berufenen Arnold Tölg und Hartmut Saenger zu stellen. Am Montag war diese Berufung der Anlass für den vorläufigen Rückzug des Zentralrats der Juden in Deutschland aus dem Gremium.

Arnold Tölg und Harmut Saenger werden revanchistische Positionen vorgeworfen. Steinbach fühlt sich absichtlich falsch interpretiert, bestätigte allerdings den Vorgang laut Welt Online. Ihr Zitat soll in ihrer Erinnerung wie folgt lauten: „Und ich kann es auch leider nicht ändern, dass Polen bereits im März 1933 mobil gemacht hat.“

Während des daraufhin entstandenen Eklats soll sie laut eigenen Angaben gerufen haben: „Da können Sie mich ja ausschließen, wenn Sie wollen.“

Wir meinen, das wäre tatsächlich wünschenswert und an der Zeit.