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Einigung: Für Kassenärzte über eine Millarde Euro mehr

Einigung: Für Kassenärzte über eine Millarde Euro mehr

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Jetzt wurde ein Sieg für die Kassenärzte im Streit um ihre Honorarerhöhungen erreicht. Die 150 000 niedergelassenen Ärzte haben ihre Forderung nach deutlichen Honorarerhöhungen durchgesetzt.

Auf der anderen Seite müssen die Versicherten ohnedies schon das riesige Finanzloch bei den Krankenkassen stopfen mit immer höheren Beiträgen.

Gab es bereits im Vorfeld genügend Kritik über die bevorstehende Gesundheitsreform des Philipp Rösler, wonach wieder einmal die „Kleinen“ gnadenlos zur Kasse gebeten werden. Dies mit der Begründung , um auch Kassenpatienten eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Das ist ja ohnehin schon lange nicht mehr der Fall.

So kam jetzt auch noch draufgesetzt ein Vorschlag, die gequälten und gebeutelten Kassenpatienten sollen – natürlich nur wegen der fehlenden Transparenz – jetzt in Vorleistung gehen für ihre Kosten bei den Kassenärzten. Die Transparenz liegt nicht hier, kann anders gelöst werden. Jetzt nähert sich diese Republik nicht der Zwei -sondern bereits der Drei-Klassen-Gesellschaft. Denn da wird wiederum eingeteilt in Kassenpatienten, die in Vorleistung treten können, andere nicht, die wiederum benachteiligt werden.

Es ist beschlossen, die Honorare der Kassenärzte zu erhöhen. Die Details werden am kommenden Montag geklärt werden. In den Verhandlungen hatten die Ärzte mehr als zwei Milliarden Euro zusätzlich verlangt, die Kassen dagegen forderten eine Nullrunde.

Das Honorar der Praxisärzte war im Vergleich zum Vorjahr bereits um 6,3 Prozent auf 30,8 Milliarden Euro gestiegen laut Kassenangaben. Der Sprecher des Kassenverbandes, Florian Lanz, hierzu: . „Die Ärzte stehen 2011 wieder vor einem Rekordhonorar und die Beitragszahler müssen das über die von der Bundesregierung beschlossene Beitragserhöhung finanzieren“