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EEG-Umlage: Strom in Deutschland viel zu teuer

EEG-Umlage: Strom in Deutschland viel zu teuer

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/loop_oh/4296042056/sizes/m/in/photostream/##loop_oh
Die Kosten für Strom in Deutschland sind viel zu hoch. Das hat das internetbasierte Verbraucherportal Verivox herausgefunden. Deutsche Privathaushalte sollen im laufenden Jahr mit 880 Millionen Euro zu viel belastet werden. Hintergrund ist die Ökostromumlage, die zur Förderung erneuerbarer Energien aufgewendet werden soll.

Die EEG-Umlage bemisst sich am Neubau von Solaranlagen. Die Umlage ist zu Jahresbeginn auf 3,5 Cent je Kilowattstunde angestiegen. Zuvor lag sie bei zwei Cent.

Im vergangenen Jahr sind allerdings deutlich weniger Photovoltaik-Anlagen in Betrieb genommen worden, so dass die Erhöhung um 0,5 Cent zu hoch ausgefallen ist. Immerhin ist die Erhöhung damit um 25 Prozentpunkte zu hoch.

Demnach wäre die korrekte Erhöhung bei einem Cent gewesen, so dass die Umlage je Kilowattstunde bei drei Cent liegt. Das würde noch immer eine Erhöhung um 50 Prozent bedeuten. Durch die falsche Größe der Erhöhung nehmen die Energieerzeuger in Deutschland schätzungsweise 880 Millionen Euro zu viel ein.

Das zuviel verlangte Geld soll dann bei der Berechnung der EEG-Umlage für das kommende Jahr berücksichtigt werden. Eine Rückzahlung wird es in diesem Jahr nicht geben. Auch ist nicht davon auszugehen, dass die Stromkonzerne dem Verbraucher die eingenommenen Zinsen auf das zuviel verlangte Geld auszahlen werden. Vielmehr gibt der Verbraucher den Stromerzeugern einen zinslosen Kredit, ohne dass die Unternehmen den Verbraucher danach gefragt hätten.