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Droht „Aus“ für Schlichtungsgespräche Stuttgart 21 durch Weiterbau?

Droht „Aus“ für Schlichtungsgespräche Stuttgart 21 durch Weiterbau?

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/gruene_bawue/4785784785/sizes/l/in/photostream/##GRÜNE Baden-Württemberg
Der Sprecher des Bündnisses „Leben in Stuttgart“ und Gegner des Projektes Stuttgart 21, Gangolf Stocker ist mit Recht sauer. Die vereinbarten Schlichtungsgespräche könnten kippen.

Die Bahn bricht mit weiteren Bauarbeiten kurz vor Beginn des zweiten Schlichtungsgesprächs die vereinbarte Friedenspflicht. Bauarbeiter haben am Donnerstag Beton-Fertigteile für den Neubau angeliefert. Sie sind für die Fortsetzung der Bauarbeiten an den Fundamenten notwendig, die in jener Halle benötigt werden, die für die Grundwasserregelung wichtig ist.

Ein Befürworter der Bahn schwächte das mit den Worten ab, dass es nur vorbereitende Maßnahmen seien, die mit den Kritikern abgesprochen worden seien. Heiner Geißler, der Schlichter im Projektstreit, meinte, es sei nach Auskunft der Bahn bislang nichts geschehen, was die Friedenspflicht beeinträchtige.

Immer öfter hört man auch wieder einen Befürworter, der jetzt in der EU tätig ist. Ex-Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU). Das verwundert aber niemanden mehr der weiß, dass seine jetzige Lebensgefährtin in der Stiftung „Lebendige Stadt“ (ECE-Gründung) ist und wohl wahrscheinlich auch finanzielle Vorteile durch den Bau S 21 ziehen kann.

Wir verweisen auf unseren Artikel vom 20.10.2010 „Schon gewusst? Stuttgart 21-Filz – größter Immobiliendeal aller Zeiten“. Danach ist ein Großteil der Befürworter Mitglied in dieser Stiftung, die erhebliche Vorteile für alle Beteiligten bringen kann.

Auch dieses Mal werden die Gespräche wieder live im Fernsehen und im Internet übertragen. Es wird nicht einfacher sondern immer schwerer werden, einen Konsenz zu finden.