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Dresden/Leipzig: Neonazis trieben wieder ihr Unwesen – LKA stürmte Büro der Gegner

Dresden/Leipzig: Neonazis trieben wieder ihr Unwesen – LKA stürmte Büro der Gegner

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/realname/4353970141/sizes/m/in/photostream/##realname
Wo auch immer die Neonazis mit ihren dumpfen braunen Parolen auftauchen gibt es Ärger. Auch jetzt wieder, wo der größte Neonazi-Aufmarsch Europas vorzeitig aufgelöst wurde in Dresden. Trotzdem kam es zu schweren Krawallen und Straßenschlachten.

Albrecht Schröter (Jenaer Oberbürgermeister) übte schwere Kritik. Dresden würde nicht konsequent gegen die Aufmärsche vorgehen, sondern dies geschehe nur mutlos, zögerlich und einseitig. Und so gab es auch jetzt wieder in Dresden 50 verletzte Polizisten, 50 Demonstranten wurden festgenommen.

4.500 Beamte waren vor Ort, um weitere Ausschreitungen zu verhindern. Nachdem die Neonazis von mehr als 20.000 Demonstranten gestoppt wurden, stürmte ein Einsatzkommando des Landeskriminalamtes das Büro des Aktionsbündnisses „Dresden Nazifrei“. Ihnen wird die Vorbereitung und Verabredung einer Straftat vorgeworfen. Hier griffen die Beamten durch.

Nachdem die Rechten in Dresden scheiterten verlagerten sie sich mit 500 Personen nach Leipzig nach Polizeiangaben. Dort wurden sie bereits von ungefähr 800 Menschen, die sich gegen den braunen Sumpf stemmen wollten, empfangen und konnten auch nicht viel aus- oder anrichten.

Jetzt fordert Markus Ulbig (Innenminister Sachsen) eine öffentliche Debatte über das Versammlungsrecht. Das Handeln der Behörden bei rechten Aufmärschen sei den Bürgern nur noch schwer zu vermitteln. Da kann man ihm nur zustimmen. Hier muss endlich etwas geändert werden.