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Drastische Arbeitslosigkeit über 60-Jähriger – Und dann: Rente mit 67?

Drastische Arbeitslosigkeit über 60-Jähriger – Und dann: Rente mit 67?

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/svensonsan/2835632771/sizes/m/in/photostream/##svensonsan
Es war zu erwarten. Trotz Wirtschaftsaufschwungs und guter Prognosen werden immer mehr Menschen zwischen 60 und 64 Jahren arbeitslos.

Die derzeitige Politik tut nichts, um hier gegenzusteuern. Es wird zwar laut gerufen nach älteren Arbeitnehmern, der Verknappung der Facharbeiter. Aber es geschieht nichts! Im Gegenteil, weitere prekäre Arbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs, Aufstocker, keine Zahlungen des Mindestlohns, dieser Markt wird bewusst weiter gefördert, um den Arbeitgebern immer mehr Gewinne zuzuschaufeln.

Und der Zeitpunkt des Einstiegs der Rente mit 67 Jahren rückt immer näher.

Aus den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA) geht hervor, dass das Risiko stark gestiegen ist, den Job kurz vor Eintritt in den Ruhestand zu verlieren. Im Oktober 2007 waren laut Statistik etwa 34.500 der 60- bis 64-Jährigen arbeitslos. Die Zahl dieser Altersgruppe stieg bis Oktober 2010 auf rund 145.500 Erwerbslose.

Veränderte rechtliche Rahmenbedingungen, das Auslaufen der staatlichen Förderung für die Altersteilzeit waren der Hauptgrund für diese Arbeitslosigkeit. Das Bundeskabinett soll über einen Prüfbericht von Arbeitsministerin von der Leyen (CDU) am Mittwoch beraten. Die Zahl der zwischen 60 und 65-Jährigen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag nur bei 23,4 Prozent.

Nicht nur, dass durch diese Politik gerade die Älteren immer mehr in die Armut abrutschen werden. Der Staat schadet sich selbst, denn er muss aufgrund der jetzt noch bestehenden Gesetze diese Bevölkerungsschicht auffangen. Das heißt, die Senioren von Morgen werden wiederum auf staatliche Hilfe angewiesen sein.

Bleibt nur abzuwarten, falls diese unsägliche Regierung weiterhin an der Macht bleibt, ob auch die Regelungen zum Unterhalt Bedürftiger bald gestrichen werden, wenn es durch die von ihnen selbst verschuldete Politik zwangsläufig immer mehr werden und eine Unterstützung seitens Schwarz-Gelb nicht mehr gewünscht werden sollte. Zu tragen hat das aus heutiger Sicht der Mittelstand, der allerdings auch immer weiter abrutschen könnte trotz äußerst guter Wirtschaftslage.

Noch keine Regierung außer der jetzigen hat es in den letzten 30 Jahren geschafft, trotz guter Aussichten so viele Arme zu schaffen. Die Schere geht immer weiter auf und es muss endlich was geschehen, um gegenzusteuern. Geschönte Arbeitslosenzahlen und „anders rechnen“ hilft da auch nicht weiter.