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Dr. zu Guttenberg einmal anders: Brisante Plagiatsvorwürfe zur Doktorarbeit

Dr. zu Guttenberg einmal anders: Brisante Plagiatsvorwürfe zur Doktorarbeit

16. Februar 2011

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/augustinfotos/4852737238/sizes/m/in/photostream/##Bundeswehr-Fotos
Am Image des Karl-Theodor zu Guttenberg (Bundesverteidigunsminister CSU) entstehen immer mehr Kratzer. Noch führt er die Beliebtheitsskala deutscher Politiker an. Wie lange noch?

Ein bisschen Lack war bereits ab als er, der Bundesverteidigungsminister, mit Frau, Medientross und Moderator Kerner in Afghanistan eintraf für eine Fernsehshow nach amerikanischen Modell. Dann mehrten sich die Vorwürfe für nicht abgestimmte Informationswege im Ministerium bei Bundeswehrangelegenheit, zuletzt gibt es den immer noch nicht abgeschlossenen „Fall Gorch Fock“. Und jetzt das:

Zu Guttenberg soll seine Doktorarbeit aus dem Jahr 2006 teilweise wortgleich abgeschrieben haben. Die Bayreuther Universität prüft die aufgetauchten Vorwürfe jetzt sehr ernst. Immerhin wurde diese Doktorarbeit mit „summa cum laude“ ausgezeichnet.

Andreas Fischer-Lescano, ein Bremer Juraprofessor, gab an, dass der CSU-Politiker einige Passagen wortwörtlich von anderen Autoren in seiner Dissertation übernommen habe, ohne diese zu kennzeichnen. Fischer-Lescano wörtlich: Die Doktorarbeit sei an mehreren Stellen „eine Täuschung“ und „ein dreistes Plagiat“, so veröffentlichte es die Süddeutsche Zeitung. Die Textduplikate sollen sich durch die gesamte Arbeit und alle inhaltlichen Teile ziehen.

Der Bundesverteidigungsminister wies die Vorwürfe zurück. Allerdings kann er sicherlich nicht verhindern, dass langsam immer mehr abbröckelt von seinem Glanz in der Öffentlichkeit. Man darf gespannt sein auf die nächste ZDF-Politbarometer-Veröffentlichung.