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Dioxinskandal: Gift im Hühnerei – Erste Betriebe geschlossen

Dioxinskandal: Gift im Hühnerei – Erste Betriebe geschlossen

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Wieder ein neuer Lebensmittelskandal! Jetzt auch noch dioxinvergiftete Eier. Wochenlang sollen verseuchte Futterzusatzstoffe in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Hamburg verabreicht worden sein.

Geklärt werden konnte bislang noch nicht, ob es sich um Vorsatz wie so oft, um Geld zu sparen, oder „nur“ einfach um das Fehlverhalten der Hersteller gehandelt hat. Wie so ein Fehlverhalten überhaupt entstehen kann ist rätselhaft. Die Gefahr ist allerdings groß.

Wie Johannes Remmel (Die Grünen und NRW-Umweltminister) meint, seien gesundheitliche Schäden durch den Verzehr nicht auszuschließen. Dioxin sei krebsfördernd. Inzwischen sind 14 Betriebe in Nordhrein-Westfalen geschlossen worden. In Niedersachsen sind es 2o Betriebe, dort wird täglich annähernd eine halbe Million Eier produziert. Es besteht noch keine Klarheit über das ganze Ausmaß der vergifteten Eier und deren Umfang, die in den Handel gelangt sind.

Wenn der Staat auch weiterhin die Lebensmittelindustrie und auch die Prüfung von Betrieben, die tierische Lebensmittel vermarkten, so offensichtlich locker kontrolliert und wohl auch keine Änderung zu erwarten ist in absehbarer Zeit, muss eben der Endverbraucher tätig werden.

Informieren, Kleingedrucktes lesen, immer wieder nachfragen, möglichst Bioprodukte kaufen, nur so kann man einigermaßen sichergehen, dass man nicht immer wieder durch die heutigen Produzenten, Hersteller und Züchter in der Lebensmittelindustrie getäuscht und in die Irre geführt wird.

Nur die Endverbraucher haben letztendlich in der Hand, was sie sich und ihrer Familie an Lebensmitteln zumuten oder auch damit ohne Zweifel Gutes tun können, wenn man sich genauestens informiert. Das ist aber die erste Voraussetzung, um nicht immer wieder aus reiner Gewinnmaximierung von der Industrie und Herstellern um wirklich gute Lebensmittel betrogen zu werden, deren Produktion einfach nur kostenintensiver und natürlich demzufolge auch teurer ist.