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Dioxin jetzt auch im Fleisch – Giftskandal nimmt kein Ende – Südkorea stoppt Einfuhren

Dioxin jetzt auch im Fleisch – Giftskandal nimmt kein Ende – Südkorea stoppt Einfuhren

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/b3nscott/2571196313/sizes/m/in/photostream/##b3nscott
Jetzt wurden von Behörden auch erhöhte Dioxinwerte im Fleisch festgestellt. Der Grenzwert des Giftes wurde im Fleisch von Legehennen um das fast 80-fache überschritten. In Uetersen gab ein Futtermittelhersteller nahezu ein Jahr überhöhte Dioxinwerte einfach nicht an, die er gefunden hatte.

Ein Skandal, der kein Ende nimmt und immer weitere Kreise zieht. Im Gegenteil: Immer mehr Aufdeckungen verunsichern auch die Verbraucher immer mehr. In Südkorea wurden sämtliche Eier- , Fleisch- und Geflügelprodukte aus Deutschland jetzt für die Einfuhr und den Verkauf verboten. Laut einer Umfrage greifen die Verbraucher in Deutschland endlich zu mehr Bioprodukten. Hoffentlich sensibilisiert dieser Skandal endlich die Verbraucher, einmal mehr hinzuschauen, was ihnen da alles angeboten wird von der Industrie.

Merkwürdig mutet die Regelung an, dass die Hersteller und Betriebe ihre Produktion selbst überwachen und kontrollieren dürfen. Welcher Produzent, der sich selbst kontrolliert und Unstimmigkeiten feststellt, wird sich denn selbst um seine Existenz bringen, wenn er es nur durch freiwilige Selbstkontrolle in der Hand hat?

Um ihre Existenz werden die gebracht, die das Gift dann verfüttern, weil der Produzent nicht nur egoistisch, gewinnorientert sondern sogar kriminell handelt. Um ihre Gesundheit werden anschließend dann eventuell die Verbraucher in der bei ihnen endenden Nahrungskette gebracht.

Hier muss sich schnellstens etwas ändern. Auch in anderen Wirtschaftszweigen sollten die freiwilligen Selbstkontrollen zum einen viel schärfer überwacht werden von Behörden oder sogar abgeschafft werden. Beim gegenwärtigen Skandal sieht die Öffentlichkeit wieder einmal mehr, wie bei solchen „laxen“ Kontrollen manipuliert werden kann. Schärfere Strafen werden hier weiterhin nichts bringen, wenn sie nicht endlich auch entsprechend Anwendung finden.