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Dioxin: 1000 Betriebe geschlossen – wie kommt Gift in Nahrungsmittelkette?

Dioxin: 1000 Betriebe geschlossen – wie kommt Gift in Nahrungsmittelkette?

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/protectorrr/2646068973/sizes/m/in/photostream/##(((o.kvlt)))
Das höchstgefährliche krebserregende Gift Dioxin wurde mittlerweile in Futtermitteln, speziell in Hühnereiern nachgewiesen. Behörden teilen mit, dass der Ursprung in dem Beimischen verbotener Fettsäure bei der Herstelllung liegt.

Ein Hersteller mit Sitz in Schleswig-Holstein habe technische Fettsäure, hierbei handelt es sich um Abfälle aus der Biodieselherstellung (!), Futtermitteln beigemengt. Geliefert wurde diese hochbrisante Mischung von einem Konzern aus den Niederlanden. Durch die Kennzeichnung war eindeutig erkennbar, dass es sich um Schmiermittel für die technische Industrie handelt.

Von dieser höchst gefährlichen Mischung wurden 527 Tonnen an Futtermittelbetriebe in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg sowie Sachsen-Anhalt geliefert. Nach einer schnell einberufenen Telefonkonferenz, an der die entsprechenden Ministerien der betroffenen Bundesländer teilnahmen, wurden in Niedersachsen jetzt insgesamt 1000 Betriebe geschlossen. Hierbei handelt es sich um Schweine- und Putenzuchtbetriebe sowie Legehennen-Farmen.

8000 Legehennen wurden in Nordrhein-Westfalen getötet. Es wird mit einer Zahl von ungefähr 120.000 Eiern gerechnet, die dioxinbelastet und hochgefährlich bereits in den Verkauf gelangt sind.

Wie weit soll das noch gehen, Aufdrucke auf Lebensmitteln sind irreführend und täuschen die Verbraucher. Da steht zum Beispiel „ohne Zucker“ auf Getränken und darunter dann Glukose! Ein Beispiel von massenhafter Verbraucherirreführung. Jetzt kann man sich sogar mit Hühnereiern vergiften, beim Kotelett-Essen Dioxin zu sich nehmen. Gammelfleisch hatten wir auch schon. Unsere Kinder sind durch BPA (Bisphenol A, erbgutverändernd) in Schnullern, Spielzeug und Trinkfläschen stark gefährdet. Daran änderte die Politik bisher nichts trotz wiederholter Eingaben. Kontrollen kosten die Lebensmittelindustrie viel Geld, das ist pure Einnahmenminderung und wird oft nicht umgesetzt.

Was muss denn noch geschehen, damit hier endlich der Verbraucher aufwacht und die Politiker zwingt, dringend erforderliche Maßnahmen zur Kontrolle nicht nur einzuführen sondern auch anzuwenden. Die unsägliche Gewinnmaximierung verantwortungsloser Konzerne muss endlich aufhören. Gewinnsteigerung und Nahrungsmittelvergiftung? Das geht gar nicht. Wer will uns da tatsächlich noch weismachen, dass hier eine Verwechslung stattgefunden haben soll?