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Die Lügen der Atomindustrie und der Bundesregierung zu den geforderten längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke

Die Lügen der Atomindustrie und der Bundesregierung zu den geforderten längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke

Die schwarz-gelbe Regierungskoalition will Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängern und den Ausstieg aus der Kernenergie rückgängig machen. Behauptet wird, nur so könnten Klimaschutzziele und eine günstige Stromversorgung garantiert werden.

Es hagelt von falschen Versprechen der Politik, die in dem Beitrag „Frontal21“ des ZDF unter die Lupe genommen und widerlegt werden.In einer eindrucksvollen Dokumentation haben sich zwei Journalisten aufgrund wochenlanger sorgfältiger Recherchen eindrucksvoll mit den Lügen der Atomindustrie und der Bundesregierung beschäftigt und jede Menge Experten zu Wort kommen lassen.

Die 17 deutschen Kernkraftwerke sollen länger laufen, darunter auch Uraltmeiler. Der schwarz-gelbe Atomkurs wird selbst von Experten heftig kritisiert. Die größten Befürchtungen werden geäußert, dass die Verlängerung nur den Konzernen zusätzliche Milliardengewinne bringen und der Gesellschaft definitiv nur Nachteile und weitere Kosten.

Atomstrom wird an der Börse gehandelt, da hat die Regierung überhaupt keinen Einfluss, warum soll dann Strom günstiger werden? Dieser Börsenhandel wird einfach unterschlagen. Günstigere Stromkosten sind daher eine glatte Lüge. Gar nicht zu sprechen, von den unkalkulierbaren Risiken, die die alten Atommeiler mit sich bringe.

Es gibt immer mehr atomaren Müll und man weiß immer noch nicht, wohin damit. Es werden Fakten, Belege und Argumente von Politikern, Umweltschützern, Verfassungsexperten und Vertretern der Energiewirtschaft gebracht. Zum Beispiel sagt selbst Prof. O. Hohmeyer, Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen, dass die Weichen genau in die falsche Richtung gestellt werden von der Regierung.

Viele Fragen sind nach wie vor ungeklärt: Was geschieht mit der Asse, was mit Gorleben, bleibt die Sicherheit auf der Strecke, inwieweit beteiligt sich die Atomindustrie überhaupt an den Entsorgungskosten. Der westdeutschen Atomindustrie stehe der Müll bis zum Hals. Ein Endlager sei noch immer nicht in Sicht für den hoch radioaktiven Müll.

Außerdem verschlafe Deutschland die Wende hin zu erneuerbaren Energien, Atomkraft behindere nur die dringend notwendige Energiewende.