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Verbraucherschützer fordern: Die Finanzaufsicht soll reformiert werden

Verbraucherschützer fordern: Die Finanzaufsicht soll reformiert werden

Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin gab an, dass ein verbraucherorientiertes Reformieren der Finanzaufsicht den Anlegern zusätzliche Gewinne von 20 Milliarden Euro pro Jahr bringen könnte. Die gesetzliche Verankerung des Verbraucherschutzes als Ziel der Aufsicht sollte umgesetzt werden. Auf der Ebene der europäischen Gesetzgebung wird dies bereits verlangt. Der vzbv ist außerdem der Meinung, dass eine bessere Organisation der Finanzaufsicht nötig ist. Geschäftspraktiken, die nicht seriös sind, werden nur unzulänglich sanktioniert. Dies würde aus der Zersplitterung der Finanzaufsicht resultieren.

Der Vorstand des vzbv, Gerd Billen, erklärte, dass die Formel „Bessere Aufsicht, weniger Verluste, mehr aufs Konto“ lauten müsse. Aktuell würden die Unternehmen in ihren Gewinnprognosen, die mangelhafte Aufsicht einkalkulieren. Die Kritik vom vzbv geht vor allem in Richtung eines unzureichenden Wettbewerbs, Vertriebsmethoden, die nicht fair und Beratungen, die provisionsgesteuert seien. Der Aufsicht fehlen die nötigen Instrumente, um Missbrauch in den Märkten zu bekämpfen.

In Deutschland gibt es momentan unzählige Finanzaufsichtsinstitutionen. Hier gehören auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Bundesbank dazu. Die Bankenaufsicht, die zurzeit zwischen der BaFin und der Bundesbank geteilt ist, sollte an die Bundesbank übergeben werden. So sieht es der Koalitionsvertrag der regierenden Parteien vor. Vorangig sei es wichtig das Finanzsystem zu stabilisieren.
(Quelle: Yahoo!)