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Die elektronische Steuererklärung

Die elektronische Steuererklärung

2. Oktober 2013

Wer Geld vom Staat haben will, der muss viel Geduld und gute Nerven mitbringen und das gilt besonders für die Steuererklärung. Auch wenn Politiker gerne mal damit werben, dass sie eine Steuererklärung ins Leben rufen wollen, die auf einem Bierdeckel Platz hat, dann sieht das in der Realität ein wenig anders aus, denn es kostet nach wie vor viel Zeit, sich durch die Formulare zu wühlen. Aber es gibt einen Silberstreif am Horizont und das ist die Steuererklärung, die man online machen kann.

Mit einem Klick

Es klingt zu schön, um wahr zu sein, aber es soll sie bald geben, die Steuererklärung, die man mit einem Mausklick erledigen kann. Bayern ist der mutige Vorreiter, der diese vereinfachte Steuererklärung schon im nächsten Jahr anbieten will. Glückliche Bayern, denn wenn das System so einfach funktioniert, wie es der CSU Finanzminister Markus Söder vollmundig anpreist, dann wird die Steuerklärung zu einem echten Kinderspiel und kann praktisch im Vorbeigehen erledigt werden. Aber stimmt das auch wirklich, oder haben die bayrischen Behörden den Mund vielleicht doch etwas zu voll genommen? Die Idee hinter der einfachen und schnellen Steuererklärung ist ein Programm, das es den Bürgern ermöglicht, ihre Daten, die die Steuer betreffen, abzurufen. Mit diesem Programm können der Name, das Geburtsdatum, die Religionszugehörigkeit, die Adresse, frühere Lohnsteuerbescheide oder auch Vorsorgeleistungen abgerufen werden und diese Daten werden dann einfach für die neue Steuererklärung übernommen. Das mühsame und zeitraubende Zusammensuchen von Daten entfällt und es werden auf diese Weise auch eventuelle Fehler bei der Übertragung der Daten verhindert. Wer mehr zum Thema elektronische Steuererklärung wissen will, der kann das im Internet erfahren. „Quelle: Steuererklaerung-2013.com“.

Jeder Zweite ist schon dabei

Jeder zweite Steuerzahler in Bayern füllt seine Steuererklärung mittlerweile auf dem Onlineweg aus. Bundesweit sind es heute schon zwölf Millionen Bürger, die sich für ihre Steuererklärung an den Computer setzen. Wer mit dem neuen Programm arbeitet, der erspart sich Mühe und Zeit, weil die Daten einfach übernommen werden können. Alle, die einen Steuerberater haben, können diesem eine Vollmacht erteilen, damit er ebenfalls auf die Daten zugreifen kann, dasselbe gilt auch für Verwandte oder Ehepartner. Auf das neue System können ab dem 1. Januar 2014 leider erst die Bürger des Freistaates zugreifen, wann die anderen Bundesländer das vereinfachte System übernehmen, ist leider noch unklar. Aber auch ohne die vereinfachte Steuererklärung aus Bayern ist es heute leichter geworden, eine Steuererklärung abzugeben. Zahlreiche Programme helfen dabei, dass die Steuererklärung ohne große Umwege beim zuständigen Finanzamt ankommt, das mühsame Ausfüllen von Formularen ist nicht mehr notwendig und wer ein bisschen Zeit mitbringt, der muss auch keinen Steuerberater bemühen und kann seine Steuererklärung selbst machen. Keiner kann ein Interesse daran haben, dem Staat mehr Geld zu schenken, als unbedingt nötig ist. Die Steuererklärung ist ein Weg, um zu viel gezahltes Geld auf einem legalen Weg zurück zu bekommen.

Fazit

Steuern müssen bezahlt werden, aber es gibt viele Wege, um Steuern zu sparen. Es lohnt sich eine Steuererklärung auszufüllen, und mit dem entsprechenden Computerprogramm wird es noch einfacher.