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DGB-Studie beweist: Leiharbeiter werden schändlich unterbezahlt

DGB-Studie beweist: Leiharbeiter werden schändlich unterbezahlt

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/gerd_bilow/4792479049/sizes/m/in/photostream/##Gerd Bilow!
Leiharbeiter, die „das Glück“ haben, eine Vollzeitbeschäftigung zu bekommen, verdienen im Durchschnitt nur 1.456 Euro brutto. Ein Schlag ins Gesicht für das reiche Deutschland, eine Schande für die Unternehmen, die nur noch abkassieren und ihre Gewinne ins Unermessliche zu steigern.

Die Leidtragenden sind eben immer noch und wohl auch weiterhin Menschen mit prekären Arbeitsverhältnissen.

Jetzt hat der DGB eine Studie veröffentlicht, die eine detaillierte Untersuchung darstellt, wie die Einkommensverhältnisse aussehen. Das monatliche Bruttoeinkommen aller Vollzeitbeschäftigten betrug im Jahr 2009 durchschnittlich 2.805 Euro im Monat. Leiharbeiter, obwohl sie die gleiche Leistung erbringen und die gleichen Arbeiten ausführen verdienen gerade einmal die Hälfte.

10,5 Prozent der Leiharbeiter verdienen sogar weniger als 1.000 Euro. Davon könnten die Betroffenen alleine oftmals nicht leben, so der DGB. Und weiter heißt es, Armut sei trotz Arbeit hier an der Tagesordnung. Mitte 2010 gab es 92.000 Leiharbeitskräfte, die auf zusätzliche Hartz-IV-Leistungen angewiesen waren. Die Zahl sei innerhalb eines Jahres um ungefähr 35.000 oder 60 Prozent gestiegen.

Außerdem stellt der DGB fest: „Der Staat subventioniert Verleihfirmen und bittet den Steuerzahler zur Kasse für das in der Branche praktizierte Lohndumping.“ Dem kann sich jeder mündige Bürger, der aufmerksam die seit Ex-Kanzler Schröder eingeführte Arbeitsmarktpolitik verfolgt, voll und ganz anschließen.

Wir fügen noch hinzu, dass auch die Renten der unterbezahlten Leiharbeiter später wieder vom Steuerzahler subventioniert werden müssen, da diese Gehälter bei weitem nicht für eine lebensnotwendige Rente reichen.