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DGB spricht sich gegen Gesundheitsreform Röslers aus

DGB spricht sich gegen Gesundheitsreform Röslers aus

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Die geplante Gesundheitsreform von Gesundheitsminister Philipp Rösler eckt immer wieder an und stößt auf breite Ablehnung, auch beim DGB.

Erst ist er in der eigenen Partei mit seinen Vorschlägen nicht so recht vorangekommen, dann war es der Koalitionspartner, der sich gegen seine Vorschläge ausgesprochen hat, jetzt ist es der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der Front gegen die Vorschläge Röslers macht.

Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied des DGB, hat gesagt, dass die Zusatzbeiträge, die künftig von den Arbeitnehmern entrichtet werden sollen und eine Höhe von bis zu zwei Prozent des Lohnes haben, der Einstieg in die Kopfpauschale seien. Buntenbach gibt weiter an, dass die Krankenkassenmitglieder schon heute 15 Milliarden Mehrkosten schultern müssen.

Von Seiten der Arbeitgeber ist zu vernehmen, dass die Anhebung der Beiträge der einzig sinnvolle Schritt sei um das System zu stützen. Dieter Hundt, Präsident der Arbeitgebervertreter, sagte, dass die Entwicklung der Zusatzbeiträge ein sehr positives Zeichen sei. Damit würde man erste Schritte in Richtung einer Abkopplung der Beiträge vom Lohn einschlagen.

Gesundheitsminister Rösler hat nun bis zum Ende des Jahres Zeit seine Reformvorschläge zu präsentieren und vom Bundestag absegnen zu lassen. Denn schon im nächsten Jahr kommen auf die gesetzlichen Krankenkassen prognostizierte Mehrkosten von elf Milliarden Euro zu, wenn nichts am Gesundheitssystem verändert wird.