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DGB: Leiharbeiter verdienen nicht genug

DGB: Leiharbeiter verdienen nicht genug

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Die Bezahlung von Leiharbeitern ist dieser Tage Gegenstand der Verhandlungen zur Hartz-IV-Reform. Genau während diese Diskussion entfacht ist hat jetzt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine Studie veröffentlicht, die belegt wie schlecht Leiharbeiter in Deutschland tatsächlich bezahlt werden. Die Studie bezieht sich auf die Einkommensverhältnisse von Leiharbeitern, die im Raum Frankfurt am Main beschäftigt sind.

Der Vorsitzende der Rhein-Main-Region, Harald Fiedler, hat gesagt, dass viele Leiharbeiter in der Region trotz Vollzeitjob nicht in der Lage wären von ihrem Einkommen zu leben. Viele von ihnen müssen einem zweiten oder sogar einem dritten Job nachgehen.

Der durchschnittliche Bruttoverdienst in Frankfurt, der zum Ende des Jahres 2009 von Leiharbeitern generiert wurde, lag bei 1.727 Euro monatlich. Das ist weniger als die Hälfte was Vollzeitbeschäftigte in der Region im Durchschnitt für die gleiche Arbeit erhalten. Diese verdienen im Durchschnitt 3.502 Euro brutto. Demnach verdienen Leiharbeiter gerade einmal 49 Prozent des Einkommens der Vollzeitbeschäftigten.

Der DGB hat seiner Studie Angaben zu den Einkommensverhältnissen aus 13.720 Betrieben zugrunde gelegt, die zur Sozialversicherung gemacht wurden. Aus der Studie geht hervor, dass zwölf Prozent der Leiharbeiter weniger als 1.200 Euro brutto im Monat verdienen. Damit verdient dieser Personenkreis netto nicht mal das Existenzminimum. Der Studie zufolge haben 16,8 Prozent ein Einkommen erzielt, das zwischen 1.200 und 1.500 Euro liegt.