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DGB: Keine Rente mit 67 – Ältere Beschäftigte kaum noch mit Vollzeitjobs

DGB: Keine Rente mit 67 – Ältere Beschäftigte kaum noch mit Vollzeitjobs

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Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) gibt klar an, dass die Rente mit 67 abgeschafft werden soll, denn ältere Arbeitnehmer hätten schon heute kaum noch Vollzeitjobs. Der DGB hat eine Studie in Auftrag gegeben, um diese Aussagen auch anschaulich zu untermauern.

Die Studie „Monitoring-Bericht des Netzwerks für eine gerechte Rente“ hatte zum Ergebnis, dass es unter den älteren Arbeitnehmern kaum noch Vollzeitjobs gibt.

Beschäftigte, die das 63. Lebensjahr vollendet haben, sind nur noch zu 6,3 Prozent in den Vollzeitjobs vertreten. Schaut man auf die Arbeitslosenzahlen fällt auf, dass knapp ein Drittel aller Arbeitssuchenden 50 Jahre und älter ist. Außerdem würde diese Lage am Arbeitsmarkt Altersarmut fördern, so Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK. Vorzeitige Ruheständler müssten künftig mit deutlichen Abschlägen bei der Rente rechnen.

Gegenwind kommt vom Institut für Deutsche Wirtschaft (IW) hier versteht man nicht, warum der DGB nur sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse betrachtet und nicht alle Erwerbstätigen in die Statistik mit einbezieht. Dann würde die Quote der Arbeitnehmer die über 60 Jahre alt sind deutlich steigen.

Es erscheint aber logisch, nur die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse zu betrachten, da die anderen Erwerbstätigen ja überhaupt nicht in die Rentenversicherung einzahlen. So handelt es sich bei der Erhöhung des Rentenalters um eine versteckte Rentenkürzung und bei den nicht sozialversicherungspflichtigen prekären Arbeitsverhältnissen fallen die späteren Rentner wieder dem Staat und damit dem Steuerzahler zur Last, da nicht ständig – wie bei Anwartschaften erwartet – in die Rentenkasse eingezahlt wurde.