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Deutschland: In EU größter Zuwachs an Minilöhnen und Minijobs

Deutschland: In EU größter Zuwachs an Minilöhnen und Minijobs

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Zahl der Minijobber in Deutschland am kräftigsten gestiegen

In einer Untersuchung des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) schneidet Deutschland mit der höchsten Quote an Minilöhnen schlecht ab. Danach erhält jeder Fünfte einen Minilohn und ist somit Geringverdiener.

Im Niedriglohnsektor sind insgesamt 6,55 Millionen Arbeitnehmer tätig, das ist so viel wie nie zuvor. Die Zahl der Niedriglohnempfänger in Deutschland ist innerhalb von zehn Jahren um 2,3 Millionen Menschen gewachsen.

Für Westdeutschland wurde vom IAQ eine Niedriglohnschwelle von 9,50 Euro und für Ostdeutschland von 6,87 Euro errechnet. Im Untersuchungszeitraum 1995 bis 2008 hat sich der Anteil von Niedriglöhnern von 14,7 auf 20,7 Prozent erhöht.

Besonders betroffen von den Minijobs sind Ausländer, Berufsanfänger und Frauen, auch gering Qualifizierte und befristet Beschäftigte.

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Deutschland am schlechtesten im Vergleich zu allen anderen europäischen Ländern abschließt.