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Deutscher Städtetag: Deutsche Kommunen und der Pleitegeier

Deutscher Städtetag: Deutsche Kommunen und der Pleitegeier

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/mamoe/3283019560/sizes/m/in/photostream/##Mamö
Jetzt schrillt auch beim Deutschen Städtetag die Alarmglocke. Die Kommunen sind in Deutschland so verschuldet wie nie zuvor. 2010 war das Loch in den öffentlichen Haushalten riesengroß. Es überstieg alle bisher dagewesenen Defizite.

Von Petra Roth, der Städtetagspräsidentin hörte man in Berlin die Worte, dass die Kommunen auf der Intensivstation liegen würden. Mit einem Minus von 9,8 Milliarden Euro überstieg das Defizit das bisherige Negativ-Rekordjahr 2003 um sage und schreibe 1,4 Milliarden Euro.

Besser sehen auch die Prognosen für das gerade begonnene Jahr 2011 nicht aus. Die wachsenden Sozialausgaben haben dazu den größten Teil beigetragen trotz Wirtschaftsaufschwungs und guter Konjunktur. Die Ausgaben für Soziales waren in den vergangenen fünf Jahren um 20 Prozent gestiegen.

Die hieraus resultierenden Folgen sind schlechtere Angebote und höhere Gebühren für die Bürger. Die Kommunen senden nun einen Appell an die Länder und den Bund, endlich den Verfall hin finanzieller Hinsicht in Städten und Gemeinden zu stoppen.