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Deutscher Atommüll soll nach Russland abgeschoben werden – Castor-Transport in den Ural

Deutscher Atommüll soll nach Russland abgeschoben werden – Castor-Transport in den Ural

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/guenterhh/5014503646/sizes/o/in/photostream/##GuenterHH
Die Bundesregierung plant offenbar einen Castor-Transport nach Russland. Aus Medienberichten ist zu entnehmen, dass ein Abkommen für Castor-Transporte unterschriftsreif vorliege. Bis zum Ende des Monats soll nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ das Abkommen unterzeichnet werden, das drei Castor-Transporte in den Ural umfasst.

Es geht um Atommüll, der ehemaligen Kernforschungsanlage der DDR in Rossendorf. Insgesamt will man den Müll auf 18 Castor-Behälter aufteilen und in drei Fuhren nach Russland schaffen. Aktuell wird der Atommüll, der für den Atomkomplex Majak im Ural bestimmt ist, im Zwischenlager im nordrhein-westfälischen Ahaus gelagert.

Wann der erste Transport rollen soll ist noch nicht bekannt. Eine Lösung der Lagerung in Deutschland sei nicht sinnvoll, da es auf absehbare Zeit kein entsprechendes Endlager geben wird, das den Atommüll aufnehmen kann.

Hintergrund ist ein Abkommen, das von den USA und Russland unterzeichnet wurde und sich mit Brennelementen beschäftigt, die in Forschungsreaktoren verwendet wurden, die von der Sowjetunion ausgestattet worden waren. Jetzt ist eine Diskussion über das Endlager entfacht worden. Majak sei aus Sicht vieler Experten nicht sicher genug. Es stelle lediglich eine billige Alternative dar, sich des Atommülls zu entledigen.